Teddy-Krankenhaus © www.uni-bonn.de

Teddy-Krankenhaus wieder in Bonn

Vom 12. bis 14. Juni 2019 richtet das Zentrum für Kinderheilkunde – mit Unterstützung der Fachschaften Medizin und Pharmazie – gemeinsam mit der AOK Rheinland/Hamburg und dem Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. auf dem Gelände der Universitäts-Kinderklinik, Adenauerallee 119, ein Teddy-Krankenhaus für Kindergartengruppen ein. Am 14. Juni öffnet das Teddy-Krankenhaus zusätzlich von 13 bis 16 Uhr für alle interessierten Eltern mit ihren Kindern seine Türen.

Wenn die eigenen Kinder zum Arzt müssen, dann steht die Welt still und man kann an nichts anderes mehr denken. So ähnlich fühlt es sich auch für die Kleinen an, wenn ihre „Kinder“, die Kuscheltiere und Puppen, krank oder verletzt sind.
Egal ob der Teddy Goldy Fieber hat, das Erdmännchen Anna nicht mehr stehen kann oder die Schildkröte Pepe sich ihren Panzer verstaucht hat. Nichts macht mehr Spaß, wenn die plüschigen Freunde krank sind.
Doch die Kleinen haben Glück, denn die Stofftierärzte des Teddy-Krankenhauses nehmen sich dieser Fälle an und versorgen die kuscheligen Begleiter vom 12. bis 14. Juni – jeweils ab 9 Uhr – einfühlsam.

Mithilfe des Arztbesuchs ihrer Kuscheltiere sollen Kinder die gängigen und etwas außergewöhnlicheren Untersuchungsmethoden, wie Röntgen oder die Ultraschalluntersuchung, kennenlernen. Ihnen soll somit die Angst vor dem „Doktor in Weiß“ genommen werden.
Beim Teddy-Krankenhaus wird dabei an alles gedacht, um es wie ein tatsächlicher Arztbesuch aussehen zu lassen. Vom Aufnahmeblatt, das nach etwaigen Allergien fragt, bis hin zum Rezept für die Medizin, die man in der Teddy-Apotheke in Form von Gummibärchen abholen kann, nichts fehlt. So bekommen die Kinder einen Einblick in den medizinischen Alltag ohne direkt betroffen zu sein.

Die kleinen Besitzer profitieren langfristig davon, wie Ingrid Beckmann-Singerhoff von der AOK Rheinland/Hamburg festgestellt hat: „Das zeigt sich besonders dann, wenn die Kinder selbst in die Klinik müssen. Die kleinen Patienten gehen sehr viel unbefangener mit dieser neuen Situation um. Schließlich waren sie bereits einmal in der Klinik als ihr Kuscheltier erkrankt war und so kennen sie den Ablauf schon.“

Von der Teddy-Klinik profitieren aber nicht nur die Kinder und ihre Stofftiere, sondern auch die Medizinstudierenden.
„Gerade die kleinen Patienten sind in der Praxis nicht immer einfach. Sie haben Angst und wollen sich teilweise nicht untersuchen lassen. Bei der Teddy-Klinik haben die angehenden Mediziner der Universität Bonn die Möglichkeit, den Umgang mit den kleinen Patienten zu lernen. Auf diese Weise sind sie für den Notfall bestens gerüstet“, wie Professor Dr. Johannes Breuer, Leiter der Abteilung Kinderkardiologie des Universitätsklinikums Bonn, erklärt.

Der Erfolg des Konzepts kann sich sehen lassen: In den letzten zehn Jahren wurden mehr als 10.000 Kuscheltiere untersucht und geheilt und es werden immer mehr.

Öffnungszeiten:
Mittwoch, 12. Juni, Donnerstag, 13. Juni und Freitag, 14. Juni zwischen 9 und 16 Uhr für Kindergärten
Freitag, 14. Juni ab 13 Uhr zusätzlich für Familien mit Kindern

Text und Bild © www.uni-bonn.de

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