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Bebauungsplan R(h)einwohnen in Limperich Bonn: Bei einer Beteiligungsveranstaltung am Mittwoch im Rathaus Beuel konnten sich die Bürger über die Planung informieren und eigene Vorschläge einbringen.

Bebauungsplan R(h)einwohnen in Bonn-Limperich

Bei einer Beteiligungsveranstaltung am Mittwoch im Rathaus Beuel konnten sich die Bürger über die Planung informieren und eigene Vorschläge einbringen.

Ziel ist es, an die bestehende Bebauung ein neues gemischtes Quartier mit bis zu 250 (voraussichtlich 237) Wohneinheiten mit 565 Einwohnern zu schaffen. So sollen Reihenhäuser, Mehrfamilienhäuser und besondere Wohnformen, wie seniorengerechtes Wohnen, entstehen. Insgesamt sind etwa 25.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche dafür vorgesehen. Davon sollen 20 bis 40 Prozent der Fläche als geförderter Mietwohnungsbau errichtet werden. Dazu kommt eine dreigruppige Kindertagesstätte (geplant 55 Kinder) sowie ein Bürogebäude (geplant 256 Beschäftigte) mit etwa 8.000 Quadratmetern Geschossfläche.
Die Gesamtfläche gehört einem Investor, der sein Projekt zügig umsetzen will. Der Architekt Frederik Scherf sieht noch ein Jahr als Planungszeit sowie etwa drei Jahre Bauphase als realistisch.

Bebauungsplan R(h)einwohnen
Architekt Frederik Scherf und Johannes Suchy (CDU) standen den Bürgern für Fragen zur Verfügung

Die Stadtplaner haben zusammen mit externen Experten dabei viele Aspekte zu berücksichtigen:

  • Berücksichtigung der Anforderungen der Nachbarschaft,
  • Behalt eines Teils des Gartenmarktes am aktuellen Standort,
  • Sparsamkeit bei der Erschließung,
  • hohe Siedlungsdichte bei gleichzeitiger Vermeidung geschlossener Baustrukturen.
  • Vielfalt der Gebäudetypen,
  • weitest gehende Orientierung der Garten- und Freiflächen nach Süden und Südwesten,
  • Erhalt des Kleinklimas durch extensive Begrünung,
  • weitest gehende Konzentration des ruhenden Verkehrs in Tiefgaragen (bei den Reihenhäusern Garagen, 36 öffentliche Parkplätze)
  • besondere Förderung alternativer Mobilitätsformen (Ladestation für Elektrofahrzeuge).

An den einzelnen Schauwänden konnten sich die Bürger die komplexen Details zu den Themen Verkehrsbelastung, Klima, Durchlüftung, Entwässerung und natürlich die Architektur erklären lassen. Uwe Kania, Chef der Geologie-, Bau- & Umweltconsulting GBU aus Alfter erläuterte z. B. das Thema Niederschlagswasserversickerung. Johannes Suchy vom CDU Kreisverband sowie Mitarbeiter der vom Planungsamt standen Rede und Antwort.

Fotos © G. Scheidgen