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Kalendertipp: Der blaue Planet im Klimawandel

 

Kalendertipp unserer Redakteurin Frau Mona Grosche

Ein Kalender zum Thema Klima – ist da nicht der Frust beim wöchentlichen Umblättern des Kalenderblattes vorprogrammiert? Nein, meint Professor Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome. Er lobt den neuen „Klima Kalender 2021“ ausdrücklich: „Jede Woche neu nachdenken: das schafft der Klima Kalender. Ich wünsche mir Tausende nachdenkender Menschen und Millionen, die so handeln, dass unsere zauberhafte Erde erhalten bleibt“.

Der Herausgeber Hermann Vinke möchte mit den 53 Wochenblättern des großformatigen, schön gestalteten Wandkalenders die Menschen dazu bewegen, sich für die Zukunft des Planeten Erde stark zu machen. Denn trotz der Entfremdung von der Natur und der hemmungslosen Ausbeutung von Ressourcen gibt es Chancen auf ein Umdenken: So zeigt der Kalender gleichzeitig die Schönheit und die Verletzlichkeit unseres blauen Planeten auf. Mit beeindruckenden Bildern und gut lesbaren, informativen Texten macht er Mut, sich für eine Welt, einzusetzen, in der die Menschheit dafür sorgt, dass die Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen erhalten bleiben. Er zeigt auf, dass nicht nur die große Politik, sondern das Handeln jedes Einzelnen zählt. Für diejenigen, die mehr darüber wissen wollen, wie sie aktiv werden können, bietet der Kalender zudem eine Übersicht an Initiativen und Forschungsprojekten zum Thema Klimawandel.

Hermann Vinke: Der Klima Kalender 2021. Unser blauer Planet – Schönheit und Gefahren, editon momente 2020,

60 Blätter / 53 farb. Fotos 32,5 × 24 cm, 22 EUR,  ISBN 978-3-0360-8021-5

 

Text © Mona Grosche

Foto © edition momente

Kalendertipp: Leckere Lektüre für 2021

 

Eine kulinarische Kalender-Empfehlung unserer Redakteurin Mona Grosche

Wer jede Woche mit einem interessanten Rezept beginnen möchte, das mit einem passenden Zitat eines Schriftstellers gekrönt ist, für den ist der Literarische Küchenkalender der passende Wandschmuck neben dem Esstisch oder dem Kühlschrank.
Von der bekannten Kochbuchautorin Sybil Gräfin Schönfeldt liebevoll zusammengestellt, ist er zu Recht ein Klassiker in der deutschen Kalenderlandschaft.
Auch 2021 können wir bekannten Autoren, aber auch Neulingen auf dem Buchmarkt, in die Töpfe schauen. So gibt es Wurstsalat bei Adelheid Popp, eine Auberginen-Vorspeise bei Amos Oz oder Biryani bei Salman Rushdie. Andere Autoren wie Heimito von Doderer, Friedrich Torberg und Nora Bossong kredenzen süße Genüsse wie Sommertorte, Zwetschenröster und Zitronenplätzlichen. Die 53 Rezepte und die Zitate werden abgerundet von biografischen Hinweisen und Tipps, sodass man sich auf angenehme Weise durch die Wochen kocht und liest.

Sybil Gräfin Schönfeldt (Hg.): Der literarische Küchenkalender 2021, edition momente 2020, 60 Seiten, 31,5 × 19,2 cm, 20 EUR, ISBN 978-3-0360-4021-9

Text © Mona Grosche

Foto © edition momente

Kalendertipp: Mit der Natur durch’s neue Jahr

 

Ein Kalendertipp unserer Redakteurin Mona Grosche

Wer schöne Naturlandschaften mag, die fotografisch gut in Szene gesetzt sind und gute Literatur zu schätzen weiß, den wird der Arche Natur Kalender 2021 sicher interessieren.
Eindrucksvolle Fotografien führen uns auf wochenweise wechselnden Kalenderblättern in die schottische Heide, in isländische Einsamkeit oder in einen winterlich-verschneiten deutschen Wald. Untermalt werden die Bilder von passenden Zitaten bekannter Autoren aus unterschiedlichen Epochen und aus der Gegenwartsliteratur. So kann man mit Heinrich Heine im Harz wandern, Robert McFarlane zu den Gletschern Grönlands begleiten oder mit Khaled Hosseini in die arabische Wüste reisen. Woche für Woche erlebt man so die ungeheure Schönheit und Vielfalt der Natur – und ebenso der Literatur.

Anneke Lubkowitz (Hg.): Arche Natur Kalender 2021, Arche Verlag 2020, 60 Seiten, 0.5 x 1.2 x 34 cm, ISBN: 978-3-7160-9408-2, 22 EUR

Text © Mona Grosche

Foto © Arche

 

Buchrezension Bis zum Horizont

Buchrezension: „Bis zum Horizont“ von Carolina Celas

So nah und doch so fern: Der Horizont

Für Groß und Klein ist es ein faszinierendes Schauspiel, wenn abends am Meer die Sonne hinter dem schnurgeraden Horizont verschwindet. Doch was ist diese waagerechte Linie in der Ferne eigentlich, die man zwar sehen kann, die man trotz aller Mühe aber nie erreicht? Laut Wörterbucheintrag handelt es sich dabei schlicht um eine Linie, an der sich Himmel und Erde bzw. Himmel und Meer scheinbar berühren. Der Horizont kann mal nah, mal fern erscheinen, mal von der gezackten Silhouette eines Gebirges geprägt werden oder im städtischen Gebäudemeer überhaupt nicht zu sehen sein – dennoch ist er immer da.
Grund genug für die portugiesische Illustratorin und Autorin Carolina Celas, diesem faszinierenden Phänomen ihr neues Buch ›Bis zum Horizont‹ zu widmen. Erschienen ist es im Februar 2020 beim Berliner Verlag ›Kleine Gestalten‹ sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Darin lässt sie große und kleine Kinder auf eine inspirierende visuelle Entdeckungsreise gehen. Wie ein roter Faden zieht sich dabei eine schnurgerade, waagerechte Linie durch das in schönen, sanften Farben gehaltene Bilderbuch. An dieser entlang tauchen auf jeder Doppelseite Landschaften, Häuser und Räume in unterschiedlichsten Perspektiven auf. Die Linie bildet aber keineswegs immer automatisch den Horizont: Mal stellt sich diese bei genauerem Hinsehen als Brücke aus der Vogelperspektive heraus, mal als Teil eines Fensterrahmens, als Treppengeländer oder auch als Mittellinie eines Tennisplatzes… Sparsam setzt Celas kurze, knappe Textelemente ein, die aber keine Geschichte erzählen, sondern in fast schon lyrischen Ton dazu anregen, über das Gesehene nachzudenken und sich der Welt mit offenen, neugierigen Augen zu nähern.

Carolina Celas (Übersetzung von Claudia Stein): „Bis zum Horizont“,
Kleine Gestalten Verlag 2020, 40 Seiten,
ISBN: 978-3-89955-839-5,
14,90 Euro

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!

Küchenschätze aus dem Libanon Buchrezension

Buchrezension: „Küchenschätze aus dem Libanon“ von John Gregory-Smith

Köstliche Aromenvielfalt

Wer an das kleine Land Libanon denkt, dem fallen zuerst meist die langen Jahre des Bürgerkrieges dort ein – oder die mehr als 1 Millionen syrischen Flüchtlinge, die dort aufgenommen wurden. Doch kaum jemand weiß mehr über Land und Leute. Der Kochbuchautor John Gregory-Smith nimmt den Leser nun in seinem neuen Buch „Küchenschätze aus dem Libanon“ mit auf eine kulinarische Reise durch die Regionen des Landes und präsentiert den Reichtum der dortigen Küche. 
Bei den 100 gesammelten Rezepten handelt es sich um eine Auswahl sowohl klassischer als auch moderner Gerichte aus der Levante-Küche. Levante nennt man die östliche Mittelmeer-Region, die seit jeher ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen ist und deren Kochtradition vom Anbau mediterranen Gemüses, von Oliven und Gewürzen, aber auch von Fischfang und Viehzucht bestimmt wird. 
Neben Klassikern wie Falafel, Fattoush-Salat, oder Kebab gibt es auch hierzulande eher unbekannte Speisen wie Beiruter Hackfleisch-Topf, in Joghurt gegarte Eier, verschiedene Kibbeh-Varianten oder köstlichen gebackenen Blumenkohl mit einer Paprika-Tahin-Soße zu entdecken. 
Das Spektrum der Speisen reicht von Mezze (also Vorspeisen) über Eintöpfe, Gebratenes und Gegrilltes, Reis und Getreide bis hin zu Desserts und anderen verlockenden Süßigkeiten. Die meisten Zutaten sind glücklicherweise auch bei uns erhältlich, sodass der Leser sich sogleich daran machen kann, die authentischen Rezepte mit ihren aufregenden Aromen von Sumach, Rosenwasser, Granatapfel oder Zimt nachzukochen. Dazu muss er sich allerdings erst einmal von der Lektüre des Buches losreißen, das nicht nur die Gerichte mit schönen Bildern stimmungsvoll in Szene setzt. Zusätzlich machen atmosphärische Fotos des Landes neugierig darauf, nicht nur die kulinarischen Köstlichkeiten des Libanons, sondern auch seine Bewohner und seine Kultur kennenzulernen.

John Gregory-Smith: „Küchenschätze aus dem Libanon“,
Christian Verlag, 192 Seiten,
ISBN 978-3-95961-381-1,
29,99 Euro

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!

Buchrezension von Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!: „Die Teestunde im Wald“ von Akiko Miyakoshi

Buchrezension: „Die Teestunde im Wald“ von Akiko Miyakoshi

Ein ganz besonderer Ausflug

Kikkos Vater will die Oma besuchen, doch dann vergisst er zu Hause den Kuchen, den er ihr mitbringen soll. Die Mutter hat auch keine Zeit, sich darum zu kümmern. Deshalb beschließt die kleine Kikko, ganz allein dem Vater hinterherzugehen, damit der Kuchen doch noch zur Großmutter kommt. Stolz macht sich das Mädchen auf den Weg durch den winterlichen Wald, denn die Mutter findet, dass es alt genug ist, um alleine zur Oma gehen zu können. Doch dann fällt ihr leider der Kuchen in den Schnee und ist ganz zerdrückt. Außerdem stellt sie fest, dass sie gar nicht ihrem Vater, sondern einem großen Bären gefolgt ist! Als dieser ein Haus betritt, schaut sie neugierig durch das Fenster hinein und staunt. Dort ist eine außergewöhnliche Teegesellschaft versammelt, zu der sie prompt eingeladen wird…
„Die Teestunde im Wald“ ist ein zurückhaltend-zart gezeichnetes Bilderbuch der japanischen Autorin und Illustratorin Akiko Miyakoshi, das in freundlichen, leisen Bildern von ganz großen Dingen erzählt: Vom Mutigsein, vom Umgang mit Missgeschicken, aber auch vom Selbständigwerden gegenüber den Eltern und dem Selbstvertrauen, das man erlangt, wenn man etwas alleine schafft. 
Trotz einiger Parallelen zum altbekannten Rotkäppchen muss Kikko hier zum Glück weder einen finsteren Wald noch böse Kreaturen fürchten, sondern lernt gefahrlos, mit neuem Terrain und unbekannten Situationen umzugehen. Dabei geht es trotz pädagogischer Botschaft nicht mit erhobenem Zeigfinger zu. Die Figur Kikko, die zugleich Neugierde, vorsichtige Zurückhaltung wie auch Mut in sich vereint, macht es Kindern leicht, sich mit ihr zu identifizieren und mit Spannung die Wendungen der Geschichte mitzuerleben.

Akiko Miyakoshi: Die Teestunde im Wald,
Carl-Auer Verlag 2019, 32 S.,
ISBN: 3849702804,
16,95 EUR 

MG

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!

Buchrezension: "So kocht Afrika" von Dorah Sitole

Buchrezension: „So kocht Afrika“ von Dorah Sitole

Leckere Streifzüge durch Afrikas Küchen

Heutzutage ist es nichts Ungewöhnliches mehr, sich kulinarisch auf internationalem Parkett zu bewegen. Doch bei aller Vielfalt auf dem Tisch ist der afrikanische Kontinent immer noch meist relativ unterrepräsentiert – egal ob es sich um Kochbücher oder um Restaurants handelt. Das ist umso bedauerlicher, da es nicht nur eine afrikanische Küche gibt. Vielmehr sind die unterschiedlichen Länderküchen des Kontinents genauso bunt und vielfältig wie die Kulturen und Sprachen dort.
Mit ihrem schön gestalteten Kochbuch „So kocht Afrika“ möchte die Südafrikanerin Dorah Sitole uns einen Überblick über die afrikanische Küche vermitteln.
Die Zeitschriftenredakteurin weiß wovon sie schreibt, schließlich ist sie nicht nur ausgebildete Köchin, sondern auch Konditorin und Ernährungswissenschaftlerin. Um möglichst authentische Rezepte zu sammeln, ist die sechssprachige Autorin für das Kochbuch durch zahlreiche afrikanische Länder gereist, um Menschen zu besuchen, in die Töpfe zu schauen und interessante Rezepte zu sammeln.
So sind neben bekannteren Küchen wie der aus Marokko oder Südafrika auch eher unbekannte Kochtraditionen aus Botswana, Malawi. Ghana oder Sambia präsent. 160 Rezepte von Kairo bis Kapstadt versammeln so appetitanregende Genüsse wie etwa das äthiopische Doro Wat (Eintopf mit Huhn und Gemüse), Okras in Erdnusssoße oder marokkanische Rindfleisch-Tajine. Darunter sind natürlich auch unbekanntere Rezepte, die beim Ausprobieren vielleicht etwas Mut erfordern, wie etwa saurer Maisbrei aus Lesotho oder Kutteleintopf aus Sasiland.
Wer also neugierig ist und mehr über die spannenden Kochtraditionen Afrikas erfahren möchte, findet hier eine anregende Lektüre. Diese wird von Länderinfos und einem Glossar der exotischen Zutaten abgerundet.

Dorah Sitole: So kocht Afrika, Christian Verlag 2019, 168 S., ISBN: 9783959613361, 19,99 EUR

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!

Buchcover Matthew Johnstone Kein Stress!

Buchrezension: „Kein Stress!“ von Matthew Johnstone

Ausgeglichener Leben

Autor Matthew Johnstone weiß, wovon er redet. Schließlich war er früher ein erfolgsbesessener Art Director, dessen stressiges Leben ihn frühzeitig ergrauen ließ. Doch nicht nur seine Haarpracht litt unter dem von Erfolgsdruck geprägten Lebensstil, sondern auch sein restlicher Körper und die Psyche. Mittlerweile hat er sein Leben komplett umgekrempelt und verfasst Ratgeber-Literatur. Nach Depression und Resilienz widmet er sich in seinem jüngsten Buch dem Umgang mit Stress. Dabei stand ihm der Psychologe Dr. Michael Player zur Seite, zu dessen zentralen Therapieansätzen Stressreduktion gehört.
Beiden geht es in ihrem einfühlsam geschriebenen und humorvoll illustrierten Buch keineswegs darum, Stress ganz aus unserem Leben zu verbannen. Bekanntermaßen gehört der Stress zum Menschsein dazu – doch ebenso bekannt ist, dass zu viel davon Angst erzeugen und krank machen kann.
Doch wie komme ich von dieser grundsätzlichen Erkenntnis zu einem stressärmeren Leben? Bereits krankmachende Stressfaktoren im Alltag zu erkennen ist gar nicht so leicht, geschweige denn zu lernen, damit umzugehen.
Die ebenso kompetenten wie leicht verständlichen Texte können tatsächlich dabei helfen, mit Stress richtig umzugehen und ihm so seinen krankmachenden Stachel zu nehmen. Johnstone und Player erklären persönlich und einfühlsam, wie man negative Denkmuster erkennt und wie man sich daraus befreien kann. Dazu stellen sie unkomplizierte Entspannungsmethoden vor und zeigen auf, wie Ernährung, ein besserer Umgang mit Zeit und mit unserem Körper sich positiv auf das persönliche Stresslevel auswirkt. Im Gegensatz zu vielen anderen Ratgebern macht dieses Buch viel Spaß bei der Lektüre und bietet eine gute Basis, schrittweise einen eigenen Weg zum Umgang mit Stress zu finden.

Matthew Johnstone: Kein Stress!, Kunstmann Verlag 2019, ISBN 978-3956143281, 208 S., 18,00 EUR

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!