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Schlagwort: Freizeit Bonn

Frisch vom Baum!

 

Demeter-Äpfel direkt vom Baum pflücken!

 

Ein Spaß für Groß und Klein versprechen die beiden kommenden Sonntage auf den Apfelplantagen Krämer in Meckenhein zu werden.

Wir von Hallo Bonn! finden es eine sehr schöne Idee sich zu einem günstigen Aktionspreis  selber Äpfel „frisch vom Baum“ zu ernten.

Die Aktion findet Sonntag den 13. und 20. September 2020 jeweils von 11 bis 17 Uhr statt. Und der nächste Sonntag verspricht schon mal ein wunderschöner Spätsommertag zu werden.

Nähere Infos unter Obstplantagen Krämer, Bonner Str. 1, 53340 Meckenheim, 02225-2577, biokraemer.de

 

Text © J. Thalmann

Foto © Pixabay, Orchard

Naturschutzgebiete im „Freizeitstress“

Bonner Naturschutzgebiete erleben unruhige Zeiten in der Corona-Pandemie

Insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie suchen immer mehr Menschen die grünen Bereiche der Stadt auf. Nicht alle halten sich dabei an die Regeln, die in Naturschutzgebieten gelten. Deshalb informiert die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Bonn über die richtigen Verhaltensweisen zum Beispiel bei einem Besuch der Siegmündung und des Ennerts.

Für alle Naturschutzgebiete gelten die gleichen allgemeinen Regeln: Auf den Wegen bleiben, keine Tiere stören, keine Pflanzen entfernen, Hunde anleinen, nur auf den dafür vorgesehenen Wegen Fahrrad fahren. Diese Regeln sind die zwingende Voraussetzung dafür, dass ein Zusammenleben von Mensch und Natur funktioniert und Erholungssuchende in den Schutzgebieten genauso zu ihrem Recht kommen wie die dort lebenden geschützten Pflanzen und Tiere.

Die Siegmündung

Die Siegmündung gilt nach europäischem Recht als streng geschütztes Fauna-Flora-Habitat (FFH) Gebiet, in dem seltene Fisch- und Vogelarten leben. Zum Schutz der Tiere darf das Flussufer nur im Bereich der Siegfähre betreten werden. Der Rest des Siegufers auf Bonner Stadtgebiet wird zum Beispiel von Eisvögeln als Brutgebiet genutzt und ist somit für den menschlichen Besuch tabu. Der Eisvogel oder andere Vogelarten werden durch Erholungssuchende am Ufer und abseits der Wege sehr leicht gestört und damit vertrieben. Genauso können die Eier seltener Fischarten wie Groppe und Bachneunauge zerstört werden, wenn im flachen Wasser gebadet wird.

In den letzten Monaten haben sich viele Badende nicht an die Regeln gehalten und sind nicht nur im erlaubten Badebereich an der Siegfähre sondern im gesamten Flussverlauf geschwommen.

Wie in allen Naturschutzgebieten sind Hunde in der Siegmündung zwar erlaubt, müssen aber angeleint sein. Genauso dürfen Besuchende in der Siegmündung die Wege nicht verlassen – auch nicht auf Trampelpfaden. Das zügige Durchfahren mit Kanu oder Kajak ist auf der Sieg zugelassen. Das gemütliche „Sich-treiben-lassen“ und das Befahren mit Schlauchbooten oder aufblasbaren Schwimmtieren hingegen nicht: Die empfindlichen Wasservögel werden dadurch zu sehr gestört.

Der Ennert

Der Ennert ist eines der ältesten Naturschutzgebiete in ganz Deutschland, wurde als überragender Naturlebensraum vielfach ausgewiesen und dem Schutz von teils extrem seltenen Tier- und Pflanzenarten unterstellt. In den Hängen der Steinbrüche leben zum Beispiel spezialisierte Schlangen-, Vogel- und Heuschreckenarten. Die Tiefen des Dornheckensees beheimaten einmalige und sehr sensible Unterwasser-Arten. In den Laubmischwäldern des Ennerts leben neben Rehen, Dachsen und Füchsen auch Vogelarten wie Uhu und Wanderfalke sowie viele verschiedene Fledermaus- und Amphibienarten – sie sind alle geschützt.

Diese Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen ist jedoch akut bedroht: Die Wege werden immer häufiger verlassen, zum Beispiel um Trails querfeldein mit dem Mountainbike zu fahren oder um die ehemaligen Steinbrüche aus der Nähe zu begutachten. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern beunruhigt und stört besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume von internationaler Bedeutung.

Text © Presseamt Bonn

Foto © Umweltschutz © pixabay / geralt

2.200 Ehrenamtskarten für Bonner Freiwillige

Die Ehrenamtskarte Nordrhein-Westfalen (NRW) ist ein Zeichen der Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements und ein kleines Dankeschön des Landes Nordrhein-Westfalen für alle, die sich in ihrer Freizeit unentgeltlich in besonderem Maße einsetzen.

Sie wird in Bonn seit 2009 ausgegeben und ist damit seit mehr als zehn Jahren fester Bestandteil der Anerkennungskultur in Bonn. Insgesamt wurden bereits mehr als 2.200 Karten ausgegeben, davon 110 alleine im ersten Halbjahr 2020.

Zwei Aspekte sind hier besonders bemerkenswert: Zum einen erfüllen immer wieder auch schon junge Erwachsene die Kriterien für den Erhalt.  Zum anderen gibt es – unabhängig vom Alter – einige Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte, die sich sogar mehr als 15 Stunden die Woche freiwillig engagiert haben. Eingesetzt haben sich die Freiwilligen vor allem in den Bereichen Soziales, Kultur, Kirche, Jugendarbeit und Gesundheit. Doch auch, wer sich zum Beispiel bei der Feuerwehr, im Rettungsdienste oder Katastrophenschutz, Sport, Justiz und Kindergarten oder Schule engagiert, kann grundsätzlich eine Ehrenamtskarte NRW erhalten.

Mit dieser Karte können viele attraktive Vergünstigungen und Angebote in Bonn und Nordrhein-Westfalen in Anspruch genommen werden: beispielsweise erlässt eine Autovermietung die Startgebühr in Höhe von 30 Euro sowie die Jahresgebühr im Eintrittsjahr, im Theater erhält man eine Ermäßigung von 50 Prozent auf den Eintrittspreis und eine Bank gewährt 50 Euro Startguthaben bei Eröffnung eines Girokontos.

Eine Ehrenamtskarte NRW kann erhalten, wer sich über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren mindestens fünf Stunden pro Woche beziehungsweise 250 Stunden pro Jahr ohne Vergütung oder pauschale Aufwandsentschädigung in Bonn (Ausnahmen sind möglich, zum Beispiel bei Ferienfreizeiten) nachweislich freiwillig engagiert hat. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre.

Die Gültigkeitsdauer der Ehrenamtskarte beträgt zwei Jahre. Wichtig ist, dass die Organisation, für die Freiwillige tätig sind, das Vorliegen der Voraussetzungen für den Erhalt der Ehrenamtskarte mit zwei Unterschriften bestätigen.

Weitere Informationen unter  www.bonn.de/ehrenamtskarte. Alle landesweit gültigen Ermäßigungen können stets aktuell über die Internetseite des Landes  www.engagiert-in-nrw.de aufgerufen werden.

Text © Stadt Bonn
Foto © pixabay / geralt

In Bonn ist Straßenmusik wieder erlaubt

Ab Anfang August 2020, werden nun wieder Spielerlaubnisse für die Straßenmusik erteilt. Diese enthalten die Auflage, dass das Musizieren nur noch an vorgesehenen Standorten möglich ist. An den entsprechend ausgewählten Plätzen wurden durch das Ordnungsamt Markierungen angebracht, die auf den notwendigen Mindestabstand zwischen den Musikerinnen und Musikern zum Publikum hinweisen.

Das Musizieren in Bonn ist nur mit einer gültigen Spielerlaubnis zulässig. Diese Erlaubnis erhalten Musikerinnen und Musiker nach einer Vorsprache bei den Bürgerdiensten, Abteilung Ordnungsangelegenheiten, bei der sie unter anderem auf die entsprechenden Auflagen hingewiesen werden.

Für weitere Informationen stehen die Kolleginnen und Kollegen im Fachbereich unter der Rufnummer 0228 – 77 25 45 zur Verfügung.

Text © Stadt Bonn
Foto © pixabay / music4life

Noch freie Plätze in Sport- und Gesundheitskursen der VHS Bonn

Die Bonner Volkshochschule bietet noch einige freie Plätze in ihren Sport- und Gesundheitskursen an. Das zweite Halbjahr startet am 31. August 2020, Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen.

Wer wieder aktiv etwas für seine Gesundheit tun möchte, kann an der VHS aus vielfältigen Angeboten aus den Bereichen Bewegung, Entspannung oder Ernährung wählen. Vor allem in den Bereichen Bewegung und Entspannung gibt es bei der VHS aktuell noch freie Plätze.

Bewegung

Yoga-Interessierte können neben dem klassischen Hatha-Yoga auch Ashtanga-Yoga ausprobieren: Diese dynamische Yoga-Form dient als Einstieg für Teilnehmende, die eine Yoga-Praxis bevorzugen, die den ganzen Körper kräftigt und Kondition aufbaut. Wer Yoga unverbindlich kennenlernen möchte, hat in einem Schnupper-Workshop am Sonntag, 15. November 2020, dazu Gelegenheit.

Der Kurs „Fitness und Body-Workout“ bietet ein kompaktes und ganzheitliches Fitness- und Ausgleichsprogramm, das mit einer ausgewogenen Mischung aus Kräftigungsgymnastik sowie Konditions- und Koordinationsschulung dabei hilft, Alltag und Beruf besser zu bewältigen. Tanzbegeisterte können etwa zwischen Zumba, Orientalischem Bauchtanz und Salsation wählen. Dabei handelt es sich um ein Dance-Fitness-Programm, bei dem man Kalorien verbrennen sowie die Ausdauer und Koordination verbessern kann, indem Tanzbewegungen und funktionelle Trainingssequenzen ineinanderfließen.

In speziellen „Rücken-Fit-Kursen“ wird durch gezielte und schonende Kräftigungs- und Dehnübungen schwerpunktmäßig die Rumpfmuskulatur (Bauch und Rücken) gestärkt. In der freien Natur können sich die Teilnehmenden beim Fitness- und Gesundheitswandern und Nordic Walking betätigen oder Achtsamkeit im Wald erleben.

Entspannung

Grundkurse im Autogenen Training bieten die Möglichkeit, die konzentrative Selbstentspannung zu erlernen. Ziel ist es, dass der Übende, unabhängig von Leitung und Gruppe, das Gelernte im privaten und beruflichen Alltag für sich effizient nutzen kann. Bei der Progressiven Muskelentspannung handelt es sich um eine Entspannungsmethode, mit der eine höhere Konzentrationsfähigkeit, innere Ruhe und Gelassenheit erreicht werden können. Gezieltes An- und Entspannen der Muskeln führt zu einer tiefen, körperlichen Entspannung.

Wer zu zweit Massagetechniken erlernen möchte, kann an einem Wochenend-Workshop am Samstag, 31. Oktober 2020, und Sonntag, 1. November 2020, teilnehmen.

Anmeldungen ab sofort möglich

Das Halbjahr startet ab dem 31. August, Anmeldungen sind ab sofort möglich unter  www.vhs-bonn.de. Bürgerinnen und Bürger erreichen den Fachbereich telefonisch unter 0228 – 77 26 80 oder 0228 – 77 51 65.

Alle Angebote werden nach der aktuellsten Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt.

Text © Stadt Bonn
Foto © pixbay / lograstudio

Museum August Macke Haus in Bonn

Das Museum August Macke Haus mit seinem idyllischen Garten und dem Museumscafé ist Freitag bis Sonntag von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Das ehemalige WOHN- UND ATELIERHAUS von AUGUST MACKE mit seiner multimedialen und interaktiven Ausstellung zu Leben und Werk des Künstlers in allen seinen 14 Räumen und mit über 100 Original-Werken kann ebenso wieder besichtigt werden wie die aktuelle Sonderausstellung „MIT STICH UND FADEN – Expressionistische und zeitgenössische Kunst im Gegenüber“, die bis zum 1. November verlängert ist. 

Zur Sonderausstellung bieten wir folgende Führung an:

Kuratorenführung
SO | 6. September 2020 | 11.30 Uhr
Mit Stich und Faden – Ein Blick hinter die Kulissen
mit Dr. Ina Ewers-Schultz
5 € pro Person, zzgl. Eintritt
nur mit Anmeldung bis 3. September 2020 unter buero@august-macke-haus.de,
Telefon 0228 655531

Auch der Film „August Macke – Eine Reise durch sein Leben“ kann angeschaut werden. Führungen durch die aktuelle Ausstellung sind wieder buchbar, allerdings auf max. 10 Personen beschränkt. Das Museum empfiehlt über www.august-macke-haus.de den Newsletter zu abonnieren, in dem über aktuelle Angebote regelmäßig informiert wird.

Adresse: Hochstadenring 36, 53119 Bonn

Text © Museum August Macke Haus
Foto © pixabay / Pexels

Führungen durch den Bonner Plenarsaal

Wer sich eine der Stätten, an denen wichtige Weichen für die Bundesrepublik Deutschland gestellt wurden, aus der Nähe anschauen will, für den bietet die Bonn-Information im Juli Führungen durch den ehemaligen Plenarsaal an. Mit besonderen Auflagen sind diese nun wieder möglich.

Bei der Tour „Werkstatt der Demokratie“ erleben die Besucherinnen und Besucher, wie dieses historische Gebäude mit dem benachbarten Neubau zum hochmodernen World Conference Center Bonn zusammengewachsen ist.

Los geht es am Samstag, 18. Juli 2020. Weitere Führungen folgen am Sonntag, 19. Juli 2020, sowie Samstag und Sonntag, 25./26. Juli 2020. Die Führungen finden jeweils um 14 und um 15 Uhr statt. Treffpunkt ist immer der Haupteingang des Plenarsaals, Platz der Vereinten Nationen. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Teilnehmen können wegen der Einhaltung der Abstandsregeln maximal zehn Personen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss unbedingt getragen werden.

Tickets müssen vorab gekauft werden, entweder direkt bei der Bonn-Information, Windeckstraße 1, oder über www.bonnticket.de. Reservierungen und Buchungswünsche werden auch gerne telefonisch unter 0228 – 77 50 00 oder per E-Mail an bonninformation@bonn.de entgegengenommen. Alle Informationen auch unter www.bonn.de/stadtrundfahrten.

Text © Stadt Bonn
Foto © Georg Scheidgen

Picknickdecken-Konzert in Bonn

Bevor sich das Beethoven-Orchester Bonn in die Sommerpause verabschiedet, wird es zwei „Picknickdecken-Konzerte“ vor der Terrasse der „La Redoute“ Bad Godesberg geben.

„Aus einer spontanen Idee ist innerhalb weniger Tage ein tolles Kulturevent geworden: Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, ein Konzert des Beethoven-Orchesters auf der Gartenterrasse der Redoute zu ermöglichen. Der kulturelle Hochkaräter Bonns tritt in bester Tradition seines Namensgebers vor historischer Kulisse auf – besser geht es nicht“, schwärmt Bezirksbürgermeister Christoph Jansen. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir hier die Premiere für ein neues Bad Godesberger Kulturformat erleben.“

Dank des großartigen und kurzfristigen Engagements der „La Redoute Bonn GmbH“ sowie von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan kommt dieses Konzert zustande, die Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg unterstützt bei der Organisation und tritt als Veranstalter auf. Ein besonderer Dank gilt auch den Stadtwerken Bonn, Energie und Wasser, der Bürgerstiftung Rheinviertel, den Firmen Skylab Media, 7gebirgszelte und Remondis, die die Initiative durch ihr Engagement oder ihr Sponsoring unterstützen.

„Mit diesen Konzerten soll in Zeiten der Covid-19-Pandemie ein Zeichen gesetzt werden: Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch das kulturelle Leben geht weiter – erst Recht im Beethovenjahr 2020!“, so Jansen. Das Beethoven-Orchester Bonn verzichtet bei den Konzerten auf eine Gage, die Redoute erzielt keine Einnahmen, der Reinerlös der Veranstaltung kommt als Spende der freien Kulturszene zu Gute.

Die beiden Konzerte finden am Sonntag, 28. Juni 2020, jeweils um 18 und um 20 Uhr für jeweils 45 Minuten auf der Gartenterrasse der Redoute Bad Godesberg statt. Das Beethoven-Orchester spielt unter anderem die „Pastoral-Day-Version“ von Beethovens 6. Symphonie, der „Pastorale“ für kleines Orchester mit nur einfach besetzten Holz- und Blechbläsern. Außerdem gibt es Musik aus der Oper, unter anderem Arien mit der Sängerin Dshamilja Kaiser.

Aufgrund der geltenden Coronaschutzverordnung sind die Tickets pro Konzert auf 100 Personen pro Konzert streng limitiert. Statt Eintrittskarten gibt es Picknickdecken für je zwei Personen, diese können über die Homepage der Redoute Bonn ab Sonntag, 20 Uhr, zum Preis von 30 € (für zwei Personen) erworben werden – Zusätzliche Spenden sind natürlich willkommen. Die angemeldeten Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten am Eingang der Redoute ihre Picknickdecke und können das Konzert auf der Wiese des Redoutenparks genießen. Auch im Freien gelten hierbei natürlich die aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen, d.h. Einhalten der Hygieneregeln, Abstand halten und Maske tragen.

Text © Bezirksverwaltungsstelle Bad Godesberg
Foto © Georg Scheidgen

Beim Stadtspaziergang waren das Stadtmagazin Hallo Bonn! und Rainer Selmann in Bonn unterwegs und haben sich die Sehenswürdigkeiten am Rhein angesehen.

Bonn entdecken: Ein Stadtspaziergang mit Rainer Selmann

City walk – HalloBonn! und Rainer Selmann erlaufen die schönsten Ecken der Stadt Bonn.

„Damit man das Muchewasser wieder sehen könnte, müsste es wohl mehr als ein paar Wochen Dauerregen geben“, schmunzelt Rainer Selmann. Der Mann kennt sich aus – nicht nur im modernen Hochwasserschutz entlang des Rheinufers, sondern überhaupt in Bonn und in den Details seiner Stadtgeschichte. Der Historiker ist als selbsternannter „Stadtspaziergänger“ mittlerweile eine lokale Berühmtheit.

Am oberen Ende des Kaiserplatzes hat man einen schönen Blick bis zum Venusberg.

Am oberen Ende des Kaiserplatzes hat man einen schönen Blick bis zum Venusberg.Begonnen hat alles im Jahr 2004: Selmann sammelte damals für eine Veranstaltung zum 70. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 Material und fand darüber Geschmack an Bonns Stadtgeschichte. Und weil er die auch für historisch eher unbeleckte Gemüter gleichermaßen spannend und unterhaltsam rüberzubringen versteht, kann er seit ein paar Jahren von den Einnahmen seiner „Spaziergänge“ leben. Immer, wenn er wie immer in einen dezent-schicken grauen Anzug gewandet, ein Grüppchen Info-begieriger Mit-Spaziergänger um sich schart, dürfen sich die Teilnehmer auf einen Blick hinter die Kulissen der Bundesstadt freuen.

So wie an der Muche, einer ehemaligen Stromschleife des Rheins auf der „Schäl Sick“: Vor sechs oder sieben Jahren seien tatsächlich ein paar Gärten an der nördlichen Limpericher Straße überflutet worden, das letzte Mal sei der alte Rheinarm aber im Jahr 1926 zum Vorschein gekommen. Und dank modernen Hochwasserschutzes sollte das voraussichtlich auch das letzte Mal gewesen sein. Die Tour ist aber exemplarisch für Selmanns besonderen Blick auf die Stadt: Weniger die Top-Sehenswürdigkeiten interessieren den etwas anderen Stadtführer; vielmehr liebt er es seinen „Mitläufern“ Anekdoten und Geschichten zu unbekannten aber gerade deshalb interessanten Orten zu erzählen. So kann man mit Selmann über die Bonner Friedhöfe laufen (48 Friedhöfe oder wo man in Bonn sonst noch tot sein kann), das Macke-Viertel entdecken (Der verruchte Bonner Norden – auf ein Bier mit August Macke) oder die Bonner Innenstadt auf den zweiten Blick erleben (Tatsachen und Legenden).

Selmanns Spaziergänge kosten jeweils 9 Euro pro Person, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Rundgänge dauern zirka zweieinhalb – das Stadtradeln dreieinhalb Stunden. Die Spaziergänge können auch zu individuellen Terminen gebucht werden oder als Kombination aus verschiedenen Touren: Der Mindestpreis dafür beträgt 50 Euro, ab September 60 Euro. Für HalloBonn! hat Selmann sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Den HalloBonn!-Sommerspaziergang zum Selbernachlaufen.

Der Münsterplatz mit dem Beethoven-Denkmal: von Touristen belagert.
Der Münsterplatz mit dem Beethoven-Denkmal: von Touristen belagert.

Wir starten am Beethovendenkmal, das zum 75. Geburtstag von Ludwig van Beethoven am 12. August 1845 errichtet wurde. Zwar wurde Bonns berühmtester Sohn eigentlich im Dezember 1770 geboren, „Da war’s den Bonnerinnen und Bonnern aber schlicht zu kalt und so wählten sie den 12. August als Einweihungstermin“, weiß Selmann. Der Weg führt weiter über den Münsterplatz zum Stadtmodell von Bonn, direkt vor dem Kaufhaus Sinn, ein schöner Überblick auf das Bonn Ende des 18.Jahrhunderts. Danach geht es zum Kaiserplatz mit der wunderschönen Aussicht nach Poppelsdorf und zum Poppelsdorfer Schloss. Bei der Umrundung des Kaiserplatzes kann man noch den Namensgeber, Kaiser Wilhelm I., entdecken: Etwas versteckt steht er vor dem Lokal „Kaisergarten“. An der evangelischen Kreuzkirche von 1871 (erneuert 1934) vorbei geht es zur Hofgartenwiese. Von der Südseite hat man einen schönen Blick auf das ehemalige kurfürstliche Schloss, in dem – am 18. Oktober 1818 gegründet – heute die Universität untergebracht ist. Direkt vor uns liegt das Akademische Kunstmuseum mit seinen antiken Gipsabdrücken, ab 1824 war hier die Anatomie untergebracht. „Da aber eine Kühlung für das Leichenhaus fehlte, gab es immer wieder Beschwerden wegen einer gewissen Geruchsbelästigung im Sommer“, so Selmann. 1872 wurde die Anatomie dann nach Poppelsdorf verlegt. Der Blick schweift zum Balkenhol-Kunstwerk und wir sehen August Macke auf seine Farben blicken. Entlang der Adenauerallee gelangen wir zum Stadtgarten und hinab zum Rhein. Hier sollten die exotischen Bäume nicht unerwähnt bleiben, so finden sich kanadischer Ahorn, ungarische Eiche, georgische Flügelnuss und der Urmammutbaum aus China dort. Der Alte Zoll mit seinen französischen Kanonen bietet dann die Gelegenheit auch über den Rhein hinauszuschauen, über der Kennedybrücke ist die Doppelkirche von Schwarzrheindorf zu sehen und Richtung Süden, so das Wetter mitspielt, lassen sich die Konturen des Siebengebirges mit dem Drachenfels und dem Petersberg ausmachen. Idealer Ort für einen Zwischenstopp ist im Sommer der beliebte Biergarten am „Alten Zoll“, nicht nur Studenten kühlten ihre Kehlen hier schon in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Treppe hinab zum Rhein gewährt einen Blick auf die Büste des Gartenarchitekten Peter Joseph Lenné und entlang des Stroms Richtung Norden gelangen wir nun zu „Et Bröckemännche“, einer kleinen Steinfigur an der heutigen Kennedybrücke. Ursprünglich war die Figur an der alten Rheinbrücke von 1898 angebracht und zeigte mit ihrem entblößten Allerwertesten Richtung Schäl Sick, weil sich die Beueler nicht am Bau der Brücke beteiligt hatten und die Bonner sie allein finanzieren mussten. Ein paar Stufen empor geht’s zum Opernbau von 1965, noch ein kurzer Blick zurück auf den Rhein, dann laufen wir wieder Richtung Innenstadt.

Rainer Selmann ist in ganz Bonn zuhause: Hier demonstriert er anhand alter Fotografien die Geschichte des Bröhltalbahnwegs nahe dem Beueler Rheinufer. Foto © L. Kubik
Rainer Selmann ist in ganz Bonn zuhause: Hier demonstriert er anhand alter Fotografien die Geschichte des Bröhltalbahnwegs nahe dem Beueler Rheinufer. Foto © L. Kubik

Nach der Unterquerung der Adenauerallee, erreichen wir die Remigiuskirche, eine ehemalige Minoritenkirche aus dem Jahr 1276, darin steht noch der Original-Taufstein an dem auch ein gewisser Herr van Beethoven auf den Vornamen Ludwig getauft wurde. Eine kleine Oase der Ruhe bildet der zugängliche Kreuzgang im hinteren Teil der Kirche. Zum Abschluss geht es dann auf den trubeligen Marktplatz mit seinem Alten Rathaus von 1737, an Werktagen bietet sich neben einem Marktbummel auch ein Besuch der Buchhandlung Thalia an, weil man dort noch Überreste des alten Metropol-Kinos finden kann. „Das Kassenhäuschen von 1929 im Untergeschoss ist mindestens sehenswert wie die Details um seine letztendlich gescheiterte Unterdenkmalschutzstellung“, so Selmann.

 

Auf der Hofgartenwiese vor der Universität fanden schon viele Feste und Demonstrationen statt - oder einfach nur ein Ort zum Entspannen oder sportliche Betätigung.
Auf der Hofgartenwiese vor der Universität fanden schon viele Feste und Demonstrationen statt – oder einfach nur ein Ort zum Entspannen oder sportliche Betätigung.

 

Das August Macke Denkmal im Hofgarten ist nicht nur bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv.
Das August Macke Denkmal im Hofgarten ist nicht nur bei Touristen ein beliebtes Fotomotiv.

 

Vor dem Akademischen Kunstmuseum im Hofgarten erwartet ein Doryphoros („Speerträger“) die Besucher.
Vor dem Akademischen Kunstmuseum im Hofgarten erwartet ein Doryphoros („Speerträger“) die Besucher.

 

Hallo Bonn! and Rainer Selmann enjoy the most beautiful corners of the city.

So you could see the Muchewasser again, there would probably be more than a few weeks of continuous rain,“ smiles Rainer Selmann. The man knows his way around – not only in modern flood protection along the banks of the Rhine, but in Bonn and in the details of his city‘s history. The historian is now a local celebrity as a self-proclaimed „city walker“.

Gut beschattet: der Biergarten am Alten Zoll.
Gut beschattet: der Biergarten am Alten Zoll.

It all started in 2004: Selmann collected material for an event on the occasion of the 70th anniversary of the burning of books on May 10, 1933 and found taste in Bonn‘s urban history. And because he knows how to convey the equally unbelieving minds equally exciting and entertaining, he can live for a few years on the income of his „walks“. Whenever he, as always, dressed in a discreetly elegant gray suit, gathers a group of information-eager fellow walkers, the participants can look forward to a look behind the scenes of the city.

As on the Muche, a former river loop of the Rhine on the „Schäl Sick“: Six or seven years ago, a few gardens were flooded on the northern Limpericher Straße, but the last time the old Rhine arm came to the surface in 1926 , And thanks to modern flood protection, this should probably have been the last time. But the tour is an example of Selmann‘s special view of the city: less the top sights interest the slightly different city guide; Rather, he loves to tell his „followers“ anecdotes and stories about unknown but just  therefore interesting places. So you can walk with Selmann over the Bonn cemeteries (48 cemeteries or where else you can still be dead in Bonn), discover the Macke district (The wicked north of Bonn – on a beer with August Macke) or the Bonn city center on the second Experience a view (facts and legends).

Blick nach Nord-Ost vom Alten Zoll auf die Kennedybrücke..
Blick nach Nord-Ost vom Alten Zoll auf die Kennedybrücke..

Selmanns walks cost 9 Euro per person, a registration is not required.
The tours take about two and a half – the city cycling three and a half hours. The walks can also be booked on individual dates or as a combination of different tours: The minimum price is 50, – Euro, from September 60 Euro. For HalloBonn! Selmann has come up with something very special: the HalloBonn! -Sommerspaziergang to Selbernachlaufen. We start at the Beethoven monument, which was built on August 12, 1845, on the occasion of Ludwig van Beethoven‘s 75th birthday. Although Bonn‘s most famous son was actually born in December 1770, „It was just too cold for the people of Bonn, so they chose August 12 as the inauguration date,“ says Selmann. The way continues over the cathedral square to the city model of Bonn, directly in front of the department store Sinn, a nice overview of the Bonn at the end of the 18th century. Then it goes to Kaiserplatz with the beautiful view to Poppelsdorf and Poppelsdorfer castle. While walking around the Kaiserplatz you can still see the namesake, Kaiser Wilhelm I., He is somewhat hidden in front of the restaurant „Kaisergarten“. At the Protestant cruciform church of 1871 (renewed in 1934), it goes to Hofgartenwiese. From the south side you have a beautiful view of the former Electoral Palace, where – founded on 18 October 1818 – today the University is housed.
Directly in front of us is the Academic Art Museum with its antique plaster casts, from 1824 here the anatomy was housed. „But since there was no cooling for the morgue, there were always complaints about a certain odor nuisance in the summer,“ said Selmann. 1872, the anatomy was then moved to Poppelsdorf.

Der Alte Zoll mit den Kanonen und der Status des Ernst Moritz Arndt.
Der Alte Zoll mit den Kanonen und der Status des Ernst Moritz Arndt.

The eye wanders to the Balkenhol artwork and we see August Macke looking at his colors. Along the Adenauerallee we reach the city garden and down to the Rhine. Here, the exotic trees should not go unmentioned, so can be found Canadian maple, Hungarian oak, Georgian wingnut and the sequoia tree from China there. The Old Customs with its French cannons then offer the opportunity to look out over the Rhine, over the Kennedy bridge is the double church of Schwarzrheindorf to see and south, weather permitting, make up the contours of the Siebengebirge with the Drachenfels and Petersberg.

Am Horizont ist auch vom Ufer aus noch das Siebengebirge zu erkennen.
Am Horizont ist auch vom Ufer aus noch das Siebengebirge zu erkennen.

The ideal place for a stopover in the summer is the popular beer garden on the „Old Customs“, not only students cooled their throats here in the 20s of the last centuries.
The staircase down to the Rhine gives a view of the bust of the garden architect Peter Joseph Lenné and along the stream to the north we now reach „Et Bröckemannche“, a small stone statue on today‘s Kennedy bridge. Originally, the figure was attached to the old bridge over the Rhine from 1898 and showed with its bared ashes towards Schäl Sick, because the Beueler had not participated in the construction of the bridge and the Bonn had to finance them alone. A few steps up to the opera house from 1965, a short look back on the Rhine, then we walk back towards the city centre.

Der Ikarus von Simon Benetton (1933-2016) vor der Bonner Oper. Die etwa fünf Meter hohe Eisenskulptur ist ein Geschenk von Dr. Hans Riegel, dem Gründer von Haribo.
Der Ikarus von Simon Benetton (1933-2016) vor der Bonner Oper. Die etwa fünf Meter hohe Eisenskulptur ist ein Geschenk von Dr. Hans Riegel, dem Gründer von Haribo.
„Et Bröckemännche“ an der Kennedybrücke auf der Bonner Seite.
„Et Bröckemännche“ an der Kennedybrücke auf der Bonner Seite.
Die Marktfontaine wird von vielen Bonnern wegen ihres Aussehens einfach nur der „Obelisk“ genannt.
Die Marktfontaine wird von vielen Bonnern wegen ihres Aussehens einfach nur der „Obelisk“ genannt.
In der Kinderbuchabteilung bei Thalia erwartet die WDR-Maus die Besucher im alten Metropol-Kassenhäuschen.
In der Kinderbuchabteilung bei Thalia erwartet die WDR-Maus die Besucher im alten Metropol-Kassenhäuschen.
In der Remigiuskirche: Beethovens Taufstein. Eigentlich eine Randnotiz, aber nur mit dem Eintrag in das Taufregister am 17.12.1770 ist überhaupt bekannt und nachgewiesen, dass er ein Bonner war.
In der Remigiuskirche: Beethovens Taufstein. Eigentlich eine Randnotiz, aber nur mit dem Eintrag in das Taufregister am 17.12.1770 ist überhaupt bekannt und nachgewiesen, dass er ein Bonner war.
Unterhalb vom Alten Zoll: die Büste des in Bonn geborenen Peter Josef Lenné, einer der bedeutendsten preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts.
Unterhalb vom Alten Zoll: die Büste des in Bonn geborenen Peter Josef Lenné, einer der bedeutendsten preußischen Gartenkünstler und Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts.

After crossing the Adenauerallee, we reach the Remigiuskirche, a former Minorite church from 1276, in it is still the original baptismal font on which even a certain Mr van Beethoven was baptized on the first name Ludwig. A small oasis of tranquility forms the accessible cloister in the back of the church. Finally, it‘s time to visit the bustling market square with its Old Town Hall dating back to 1737. On working days, a visit to the Thalia Bookstore is not just a stroll through the market, because you can still find remains of the old metropolitan cinema there. „The ticket booth from 1929 in the basement is at least worth seeing, as are the details of his eventual failure in the position of a protected monument“, says Selmann.

Bonner Gebäude werden anlässlich des UN-Gedenktages in orange beleuchtet

Bonn in orange

Anlässlich des UN-Gedenktages zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, werden heute unter anderem das Rathaus und der Posttower orange beleuchtet.

Im Rahmen der Aktion „Orange Your City“ werden ganze Städte Orange angeleuchtet, um ein Zeichen gegen die Gewalt gegen Frauen zu setzen.

Die beiden Bonn Zonta-Clubs (weibliche Service-Organisation), welche sich schon hundert Jahre für die Beendigung der Gewalt gegen Frauen einsetzen, werden auch an der Aktion teilnehmen.

Die Aktion solle den Frauen Mut machen über Gewalt zu sprechen, so Ulrike Seeler, die Präsidentin des Zonta-Clubs Bonn-Rheinaue. Es solle auch gezeigt werden, dass die Frauen nicht alleine seien. Auch die anonyme Hotline 08000 116016 ist nur wenig bekannt.

www.zonta-bonn.de

www.zonta-bonn-rheinaue.de

Bild © Georg Scheidgen