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Das Beethovenjahr 2020 ist gemeinsame Sache der kompletten Stadt Bonn.

Bonner Stadt- und Tourismusmarketing flankieren Beethoven-Jubiläum

„Da simmer dabei“ ruft es derzeit von den Plakatflächen in der Stadt, und gemeint ist: Das Beethoven-Jubiläum 2020 ist eine Sache der ganzen Stadt.

Wenn am 16. Dezember die Feiern im Vorfeld des 250. Geburtstages des großen Komponisten beginnen, machen alle mit: Karnevalisten, Musikerinnen, Müllwerker, Sportlerinnen, Feuerwehrleute und allen voran natürlich des Beethoven-Orchester mit seinem Generalmusikdirektor Dirk Kaftan. Er steht auf den Plakaten zusammen mit Oberbürgermeister Ashok Sridharan inmitten eines Querschnitts der Bonner Stadtgesellschaft.

„Das Stadt- und Tourismus-Marketing will dazu beitragen, dieses ganz besondere Ereignis sichtbar zu machen und auch möglichst viele Geschäftsleute und Unternehmen dazu einladen mitzumachen“, beschreibt Sridharan das Ziel der Aktivitäten innerhalb der Verwaltung.

Das Presseamt der Stadt leitet mit der Plakataktion unter dem Motto „Bonn ist Beethoven. Weil…“ über zu den Jubiläumsfeierlichkeiten, bei denen die Beethoven-Jubiläums-GmbH Regie führt. In den nächsten Wochen und Monaten wird das Ereignis überall im Stadtbild sichtbar, darunter mit Hissfahnen und Bannern an verschiedenen Stellen und mit Leuchtstelen in den Foyers großer städtischer Gebäude. Am Hauptbahnhof hängt bereits ein Willkommensschild, die Aufgänge zu den Gleisen sind mit Beethoven Konterfei versehen. Bei Anrufen bei der Stadtverwaltung wird Beethovens Sonate op. 28 Pastorale zu hören sein, ergänzt um einen kurzen Text, der auf das Jubiläum hinweist. Geschäfte, Hotels und Unternehmen können sich diese Warteschleifenmusik demnächst auf www.bonn.de herunterladen.

Die Bonn-Information hat sich auf das Beethoven-Jubiläum eingestellt, indem sie unter anderem Rundgänge zur „BTHVNStory“ anbieten wird, bei Stadtrundfahrten ab 2020 Beethoven-Musik einspielt und weitere Beethoven-Artikel in ihr Sortiment aufgenommen hat, die sich besonders an Familien und Kinder richten. Über den Städteverbund „Historic Highlights of Germany“ wird das Ereignis ebenso weltweit beworben wie in Kooperation der Beethoven-Jubiläums-GmbH über die Tourismus & Congress GmbH mit der Deutschen Zentrale für Tourismus. Die touristischen Akteure der Region wurden von der Tourismus & Congress GmbH frühzeitig in die Vermarktung einbezogen.

Pressemitteilung © Stadt Bonn,
Foto © G. Scheidgen

Beethoven-Rundgang: Seit 12. Oktober 2019 in Bonn

Anlässlich des Jubläums 2020 soll der große Sohn der Stadt Bonn neu erlebt werden können. Es wird einen multimedialen Rundgang mit Stationen zu unterschiedlichen Themen und Aspekten von Ludwig van Beethovens Leben geben. Es werden prägnante Elemente in der Stadt und im Rhein-Sieg-Kreis errichtet, wodurch Besucher und Bonner Bürgerinnen und Bürger auf eine neue Art und Weise auf Beethoven aufmerksam werden.

Der Beethoven-Rundgang ist das zentrale Projekt von BTHVN2020 zum Schwerpunktthema „Bonner Weltbürger“ mit nachhaltiger Ausrichtung. Der Beethoven Rundgang soll auch nach 2020 dauerhaft erhalten bleiben.

Vorgesehen ist die Sichtbarmachung von BTHVN 2020 unter dem Titel „Beethoven Story“ (Stadt Bonn) bzw. „Beethoven Region“ (Rhein-Sieg-Kreis). Dies geschieht durch die Markierung von 22 vorgegebenen Beethoven-Orten im Bonner Stadtraum und im Rhein-Sieg-Kreis durch große BTHVN-Stelen.

Entwickelt wurden dafür zwei Grundelemente:

  • Ein 2,50 m hohes Medienelement mit quadratischem Grundriss (0,5 x 0.5 m),
  • Eine flachere gleichhohe (Informations-)Stele.

Ein Medienelement besitzt extrudierte und hinterleuchtete Logo-Buchstaben. In 3 Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch) können kurze Animationsfilme in den vier Einblicken auf zwei Seiten zum jeweiligen Ort gestartet werden. Durch eine Grafikseite wird über die Station, den ganzen Rundgang und die digitalen Angebote informiert. Die Buchstaben und die Grafikseite leuchten bei Dunkelheit.

Vermittelt werden die Inhalte als ein niederschwelliges, barrierefreies digitales Angebot. Außerdem ist das Angebot bildorientiert mit atmosphärischen Ton und eingeblendetem Text. Ausgelöst wird der Ton über Sensoren, wobei er nur hörbar ist, wenn sich eine Person direkt vor dem Medienelement befindet. Über eine Web-App werden alle weiteren Inhalte zur Verfügung gestellt. Gleich zum Medienelement besitzt die Informationsstele auch eine verspiegelte Seite, die präzise eingelassen ist. Auf der Seite gegenüber ist eine Grafik zur Geschichte Beethovens und des Ortes. Die digitalen Schnittstellen NFC,Bluetooth Beacon und QR Code besitzen eine Abbildung auf der Stele.

Bild © G. Scheidgen

Riesenrad soll anlässllich Beethovens 250. Geburtstag auf dem Remigiusplatz stehen

Schausteller möchte mit Riesenrad Beitrag zum Beethovenjubiläum im kommenden Jahr leisten. Die Stadt Bonn und die Politik sind gespalten.

Zu Ehren des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven, welches im Jahre 2020 in Bonn gefeiert wird, ist nun auch ein Riesenrad rund um das Thema Beethoven im Gespräch. Dieses würde dann rechtzeitig zum diesjährigen Bonner Weihnachtsmarkt 2019 bis zum nächsten Jahr in der Bonner Innenstadt stehen, und so schon einmal die Bonnerinnen und Bonner gedanklich auf den Geburtstag vorbereiten. Die Entscheidung zur von Otto Barth beantragten Genehmigung trifft der Bonner Rat am 7. November.

Die Firma Barth hat den Antrag auf das Riesenrad zum Beethoven-Jubiläum gestellt. Nun muss das sogenannte Beethovenrad noch von der Bonner Verwaltung auf tatsächliche Machbarkeit geprüft werden. Grundsätzlich wird die Idee des Riesenrads aber unterstützt. Das Schausteller-Unternehmen Barth möchte das Riesenrad passend zu den Feierlichkeiten mit einem Beethoven Branding versehen. So wäre dann im Bereich des Sockels ein Stand der Beethoven-Jubiläumsgesellschaft möglich.

Laut Aussage des Schaustellers ist das Riesenrad 15 Meter kleiner als das Riesenrad, welches bisher auf Pützchens Markt aufgestellt wurde. Äußerlich sei es ganz in weiß und solle nur dezent mit Beethoven-Motiven gestaltet werden. Ein Beispiel wäre hierbei ein Konterfei des Komponisten, welches dann auf den Gondeln prangen könnte. Die Stadt Bonn erwartet im Jahr 2020 zahlreiche Gäste und Musikfreunde. Barth ist davon überzeugt, dass neben den zahlreichen Veranstaltungen auch ein Riesenrad interessant sei. Die Bonner Verwaltung ist ein Befürworter des Projekts: „Den Ausführungen des Antragstellers kann gefolgt werden, so dass ein besonderes öffentliches Interesse an dem Riesenrad und seiner Werbewirksamkeit für das Jubiläum festgestellt werden kann“. Grundsätzlich werde man alle Aktivitäten zur Visualisierung des Beethovenjubiläums begrüßen.

Der ursprüngliche Plan von Barth war, das Riesenrad auf dem Bonner Münsterplatz aufzustellen. Dadurch hätte aber eine Kollision mit anderen Veranstaltungen stattgefunden. Auch herschte Sorge vor Beschwerden der Bonner Anwohner. Andere Standorte beispielsweise seien für Barth keine Möglichkeit gewesen. Bezüglich der Standgebühren erklärt die Bonner Verwaltung, dass bei der Erhebung eines normalen Tarifs für die gewerbliche Nutzung 1,4 Millionen Euro fällig geworden wären. Aus wirtschaftlicher Sicht wäre das nicht tragbar gewesen. Nach Ansicht der Verwaltung liege der Betrieb des Riesenrads mit dem Werbeeffekt für das Beethoven-Jubiläum eindeutig im öffentlichen Interesse. Deshalb könne der Oberbürgermeister eine Ermessenentscheidung treffen und eine angemessene Gebühr festlegen.

Die Meinung der Politik ist jedoch noch gespalten: Nach Meinung von Henriette Reinsberg (CDU) ist die Idee „super und auf jeden Fall prüfenswert“. Der Fraktionskollege zeigt sich begeistert: „Wenn das äußere Erscheinungsbild auf das Beethovenjahr hinweist, es die Stadt nichts kostet und keine große Behinderung darstellt, kann man wenig dagegen einwenden.“ Seine Bündnispartner aus Grüne und FDP sehen das anders. Hardy Lohmeyer von den Grünen sagt, dass sie das nur peinlich finde. Auf dem Platz, wo einst die Taufkirche Beethovens stand passe so etwas nicht hin. Werner Hümmrich von der FDP sagt, dass er sich höchstens das Rheinufer als Standort vorstellen könne. Außerdem habe man den Remigiusplatz gerade erst neu machen lassen, sodass man ihn nicht wieder zustellen lassen sollte. Für Anatol Koch von der Linksfraktion ist die Idee “provinziell“. „Was habe ein Riesenrad denn mit Beethoven zu tun?“

Bild © pixabay / rena29