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Schlagwort: Bildung

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Bewerbungsphase: Physik, Astronomie und Meteorologie für Schüler

20 Interessierte erhalten an der Universität Bonn Einblicke in Studium und Forschung

Einblicke in Physik, Astronomie und Meteorologie können 20 Oberstufenschüler bei der siebten Schülerakademie Physik/Astronomie der Universität Bonn in der ersten Woche der nordrhein-westfälischen Sommerferien von 15. bis 19. Juli 2019 erhalten. Interessierte können sich noch bis 1. Mai bewerben.

Für Studienanfänger ist es eine große Herausforderung, sich im Uni-Alltag zu Recht zu finden. Eine Woche in der Bonner Physik, Astronomie und Meteorologie zeigt den Schülern, die kurz vor oder nach dem Abitur stehen, wie ein Studium an der Universität Bonn aussehen könnte und welche Perspektiven sich nach dem Studium ergeben.

Die Woche besteht aus einer bunten Mischung aus Vorträgen, eigenem Experimentieren, Laborführungen und Exkursionen, um den Teilnehmern Einblicke in verschiedene Forschungsgebiete zu geben. So beschäftigen sich die Schüler an den ersten beiden Tagen mit modernen, optischen Methoden zur Manipulation von Quantenobjekten und mit theoretischer Physik. Am Mittwoch sind die Schüler zu Gast beim Meteorologischen Institut, wo eine Radiosonde gestartet wird, um deren Daten unter dem Gesichtspunkt atmosphärenphysikalischer Fragestellungen auszuwerten.

Am Astropeiler Stockert in der Eifel können dann die Teilnehmer am nächsten Tag selbst die Teleskope bedienen, um die 21-Zentimeter-Linie des atomaren Wasserstoffs im Universum zu vermessen. Zum Abschluss der Schülerakademie bekommen die Schüler im Rahmen einer Teilchenphysik-Masterclass die Gelegenheit, bei der Analyse von aktuellen Daten des ATLAS-Experiments am CERN nach dem Higgs-Teilchen zu suchen.

Die Bonner Schülerakademie findet seit 2013 jährlich mit finanzieller Unterstützung der Bonner Stiftung für Physik und Astronomie statt und hat in der Vergangenheit zahlreiche Teilnehmer dazu motiviert, ihr Physikstudium an der Universität Bonn aufzunehmen. Die Bewerbung für die diesjährige Schülerakademie ist bis zum 1. Mai 2019 möglich.

Kontakt:

Dr. Bettina Bantes

Physikalisches Institut

Universität Bonn

Tel. 0228/73 2363

E-Mail: bantes@physik.uni-bonn.de

 

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AzubiTicket für ganz NRW wird ab dem 01. August eingeführt

Zu Jahresbeginn haben das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die NRW-Verkehrsverbünde und -Aufgabenträger die Einführung eines landesweiten AzubiTickets vereinbart. Mit Start des Ausbildungsjahres am 1. August 2019 können Auszubildende, die ein AzubiTicket des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS) im Abo haben, mit einem Zuschlag von monatlich 20 Euro landesweit die Busse und Bahnen des Öffentlichen Personennahverkehrs nutzen. Damit kostet das landesweit gültige AzubiTicket im VRS-Raum monatlich 80,70 Euro.

Die Gremien des VRS haben in ihren aktuellen Sitzungen die Rahmenbedingungen für das landesweite AzubiTicket beschlossen. Damit ist der Weg für die Einführung im Verbundraum frei. Sämtliche Inhaber eines AzubiTickets sind berechtigt, den Zuschlag für die landesweite Gültigkeit ihres Tickets zu erwerben. Bafög-beziehende Meisterschülerinnen und -schüler sowie Beamtenanwärterinnen und –anwärter des einfachen und mittleren Dienstes gehören jetzt auch zum Kreis der Berechtigten für das AzubiTicket und damit auch des NRW-AzubiTickets. Das AzubiTicket gilt dann auch für Fahrten im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), im Aachener Verkehrsverbund (AVV) und im Bereich des WestfalenTarifs. Das Land fördert den Zuschlag 2019 mit zwei Millionen Euro. Für das Jahr 2020 sind 4,9 Millionen Euro NRW-Fördermittel eingeplant.

„Es ist sehr erfreulich, dass wir den Auszubildenden dank der jetzt vom Land NRW bereitgestellten finanziellen Mittel ein so attraktives Ticketangebot machen können. Damit können wir nun auch der Zielgruppe der Azubis ein landesweites Angebot ermöglichen“, sagt VRS-Geschäftsführer Michael Vogel.

Voraussetzung für das landesweite AzubiTicket waren jeweils verbundweit gültige Tickets für Auszubildende in den NRW-Verkehrsverbünden. Mit seinem verbundweit gültigen AzubiTicket hat der VRS bereits im August 2017 die Basis für das NRW-weite Angebot geschaffen. Seitdem profitieren die gewerblichen und kaufmännischen Auszubildenden im VRS-Raum von deutlichen Mobilitätsvorteilen und einem reduzierten Ticketpreis. Seit dem Start verzeichnet der VRS steigende Absatzzahlen. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 211.000 AzubiTickets verkauft. „Wir sind überzeugt davon, dass die landesweite Gültigkeit die Attraktivität des AzubiTickets weiter steigern wird. Seit der Einführung des neuen Ausbildungstickets im VRS hat sich der zuletzt negative Trend bei den Absatzzahlen ins Gegenteil umgekehrt“, so Michael Vogel.

© Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn

Wirkstoff treibt Krebszellen in den Tod

Studie unter Beteiligung der Uni Bonn identifiziert einen ungewöhnlichen Wirkmechanismus gegen Lymphome

Forscher der Universität Bonn haben zusammen mit US-Kollegen einen ungewöhnlichen Mechanismus gegen Lymphome entdeckt. Sie nutzten dazu einen Wirkstoff, der bereits vor mehr als zehn Jahren an der Universität Bonn entdeckt wurde – ein so genanntes Aptamer. Das Molekül bindet an einen Proteinkomplex auf der Zelloberfläche. Dieser wird daraufhin in die Krebszelle aufgenommen und stört dort die Abschrift der Gene. Die Studie erscheint in der Zeitschrift Cell Chemical Biology.

Aptamere sind kurze Sequenzen aus der Erbsubstanz DNA oder der mit ihr verwandten RNA. Sie sind dazu in der Lage, sich sehr spezifisch an bestimmte Strukturen anzuheften. Das in der Studie genutzte Aptamer C10.36 bindet an die Oberfläche bestimmter Krebszellen, der so genannten Non-Hodgkin-Lymphome. „Sein genaues Ziel war aber bis dato unbekannt“, erklärt Prof. Dr. Günter Mayer vom LIMES-Institut der Universität Bonn. „Man wusste lediglich, dass es nach der Bindung in die Zelle aufgenommen wird und diese kurz darauf stirbt.“

Mayer hat zusammen mit Kollegen der US-Firma Caris Life Sciences nach der Ursache für diese Beobachtung gefahndet – mit Erfolg: Die Wissenschaftler konnten als Zielstruktur einen Komplex aus mindestens 13 Proteinen identifizieren. Überraschenderweise haben einige dieser Eiweiße die Fähigkeit, Genabschriften zu modifizieren. Bei diesem Vorgang werden die Abschriften zerstückelt, störende Teile entfernt und der Rest wieder zusammengeklebt. Dieser Mechanismus wird als „spleißen“ bezeichnet (englisch: splicing). Er ist immens wichtig: Eine Störung führt unter Umständen zum Tod der Zelle.

 

Tödliche „Verdauungsstörung“

Möglicherweise ist das auch der eigentliche Wirkmechanismus von C10.36: Wenn das Aptamer an den Proteinkomplex bindet, bleibt das von der Krebszelle nicht unbemerkt. Sie reagiert, indem sie den betroffenen Teil ihrer Membran nach innen stülpt und so den Wirkstoff zusammen mit den Spleiß-Proteinen in sich aufnimmt. Diese scheinen der Lymphomzelle aber wortwörtlich schwer im Magen zu liegen: „Wir vermuten, dass die aufgenommenen Proteine in den Spleiß-Vorgang eingreifen und ihn stören“, sagt Mayer. „Als Konsequenz stirbt die Zelle schließlich ab.“

Die Wissenschaftler haben untersucht, ob noch weitere Zellen den gefundenen Spleiß-Komplex auf ihrer Oberfläche tragen. „Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Non-Hodgkin-Lymphome“, erklärt Mayer. „Bei allen Typen, die wir untersucht haben, sind wir fündig geworden.“ Zudem zeigen Studien, dass es auch andere Krebserkrankungen gibt, die sich durch ähnliche Oberflächenproteine auszeichnen. Eventuell stößt die Arbeit also den Weg zu einer neuen Therapie-Option auf, die gegen eine ganze Reihe von Krebsarten wirkt.

Zunächst wollen die Wissenschaftler ihre Ergebnisse aber erhärten. So wurde die Studie mit menschlichen Krebszellen durchgeführt, die seit vielen Jahren im Labor gezüchtet werden. In einem nächsten Schritt planen die Forscher, Zellen von Patienten zu nehmen und die Experimente damit zu wiederholen. „Außerdem interessiert uns, warum Lymphom-Zellen überhaupt Komplexe aus Spleiß-Proteinen auf ihrer Oberfläche tragen“, sagt Mayer. Eigentlich üben diese ihre Arbeit nämlich im Zellkern aus. „Vielleicht spielen sie eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung“, spekuliert der Biochemiker. „Welche genau, wissen wir aber noch nicht.“

 

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© Screenshot: Martin Monschau/Uni Bonn

Digitales Fenster zur Erdgeschichte – Spannende App für jeden Forscher

Forscher der Uni Bonn entwickeln mit OutcropWizard eine Geologie-App. Förderung durch Tschira-Stiftung

Wer mehr über die Vergangenheit unseres Planeten erfahren will, sollte Aufschlüsse besuchen. Darunter verstehen Geologen zum Beispiel Steinbrüche, Böschungen oder Gruben, an denen das anstehende Gestein ohne störenden Pflanzenbewuchs gut zu erkennen ist. Dort lässt sich viel darüber erfahren, ob sich vor Millionen Jahren etwa ein Flachmeer ausgebildet hatte oder ein heute längst erloschener Vulkan ausbrach. Dank der kostenlosen App „OutcropWizard“, die von Geologen der Universität Bonn entwickelt wurde, lassen sich die Sehenswürdigkeiten nun auch mit dem Smartphone bequem von der heimischen Couch aus oder vor Ort aufsuchen. Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert die Weiterentwicklung mit mehr als 71.000 Euro.

„Wir erhoffen uns, insbesondere auch junge Menschen anzusprechen, die das Smartphone als primäre Informationsquelle nutzen“, sagt Projektleiter Dr. habil. Gösta Hoffmann vom Institut für Geowissenschaften und Meteorologie der Universität Bonn. Die Vorteile im Vergleich zu traditionellen Medien seien die Navigationsfunktion, die Einbindung aktueller Forschungsergebnisse sowie die Möglichkeit, die Inhalte in verschiedenen Sprachen anzubieten. „Wir planen, die App in Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Geoparks in Deutschland zu implementieren“, ergänzt Edouard Grigowski vom Projektteam.

Die App wurde zunächst in einer Masterarbeit programmiert, nun soll sie weiterentwickelt werden. Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert das Vorhaben ein Jahr lang mit mehr als 71.000 Euro. Die Android-Applikation OutcropWizard kann über den PlayStore kostenlos heruntergeladen werden. Sie ermöglicht dem Nutzer, selbstständig und interaktiv geowissenschaftliche Sehenswürdigkeiten zu erkunden und die Routen zu planen. Wenn man den Ort besuchen will, kann einen das Smartphone navigieren – und zwar auch bei Wanderungen in unübersichtlichen Wäldern.

 

Übersichtskarte der Sehenswürdigkeiten

In einer Übersichtskarte sind deutschlandweit die Aufschluss-Punkte markiert. Mit einem Klick erscheint zum Beispiel der Name der Lokalität, die Gesteinsart und die Alterseinstufung. Darüber hinaus lassen sich Bilder, dreidimensionale Modelle, Fossilfunde und weitere Informationen zu den Aufschlüssen aufrufen. Die Nutzer können die Einträge auch bewerten. Damit soll verhindert werden, dass zum Beispiel keine zugewachsenen oder zugebauten Aufschlüsse in der Datenbank verbleiben.

Die App befindet sich im Aufbau. „Interessierte können auch selbstständig Informationen und Bilder hochladen und damit das Informationsangebot vervollständigen“, sagt Martin Monschau von der Projektgruppe. Über die Kommentarfunktion können die Nutzer darüber hinaus auch zu einem offenen Diskurs beitragen. Für das Vorhaben konnten bereits der Geopark Vulkaneifel und die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung gewonnen werden. Die App soll demnächst auch für das Apple-Betriebssystem erweitert werden.

© Foto: Eva Maria Peters/Uni Bonn
Geologische Sehenswürdigkeiten auf unserem Planeten stellt die App OutcropWizard vor. Das Erdballmodell umtanzt das Entwicklungsteam aus (von links) Edouard Grigowski, Dr. Gösta Hoffmann und Martin Monschau.

Bildrechte© Screenshot: Martin Monschau/Uni Bonn & Eva Maria Peters/Uni Bonn

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Bundesforschungsministerium zeichnet Bionik-Projekt der Universität Bonn aus

Validierungspreis für neuartige Schiffstechnologien Bundesforschungsministerium zeichnet Bionik-Projekt der Universität Bonn und ihrer Kooperationspartner aus

 

Von schmutzabweisenden Oberflächen bis hin zu reibungsreduzierenden Lufthüllen an Schiffen: Biologische Vorbilder wie die Lotuspflanze oder der Schwimmfarn Salvinia lieferten für Prof. Dr. Wilhelm Barthlott die Grundlage für die Revolutionierung neuer Materialien. Ihm wurden nun zusammen mit Mitarbeitern und Kollegen der Universität Rostock sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) vom Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister der renommierte Validierungspreis 2019 des Bundesforschungsministeriums (BMBF) verliehen.

Ausgezeichnet wurden die neuesten zukunftsträchtigen Technologien in Deutschland, die an der Schwelle zur Anwendung stehen. „Das Projekt leitet eine revolutionäre Entwicklung in der Schifffahrt ein“, sagte der Vorsitzende des Gutachtergremiums Prof. Dr. Siegfried Neumann von der TU Dresden in seiner Laudatio bei der Verleihung, die während der Hightech Strategie-Innovationstagung VIP und VIP+ in Berlin stattfand. Hochtechnologien aus der belebten Natur sind an der Universität Bonn das Thema der Bionik, mit dem sich der Biologe Prof. Dr. Wilhelm Barthlott seit drei Jahrzehnten beschäftigt. Seine Entdeckung des Lotus-Effektes wurde 1999 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet und erregt bis heute weltweit Aufsehen und hat ein großes wirtschaftliches Potential erschlossen. Wasser perlt von den Blattoberflächen der Lotuspflanze ab und nimmt dabei die Schmutzpartikel mit. Diese Selbstreinigungsfähigkeit verdankt die Lotuspflanze einer speziellen nanostrukturierten Oberfläche.

„Bei den neuen Arbeiten geht es um extrem wasserabstoßende Oberflächen und neue Anwendungspotentiale“, sagt Barthlott. „Es freut mich deshalb sehr, dass diese zukunftsweisenden Technologien mit dem Validierungspreis gewürdigt werden.“ Der Schwimmfarn Salvinia molesta ist extrem wasserscheu: Taucht man ihn unter und zieht in wieder heraus, perlt die Flüssigkeit sofort von ihm ab. Ein hauchdünnes Kleid aus Luft verhindert, dass die Pflanze mit Wasser in Kontakt kommt. Die Blattoberfläche von Salvinia ist so strukturiert, dass eine Luftschicht von ihr festgehalten wird. Diese Entdeckung lässt sich auch für Schiffe verwenden. Hält die Oberfläche des Schiffsrumpfes dauerhaft eine Lufthülle, ist die Reibung und damit der Spritverbrauch und Kohlendioxidausstoß der Schiffe sehr stark reduziert. Angesichts des Klimawandels und der schwindenden Vorräte an fossilen Ressourcen ist dies ein vielversprechender Ansatz: nicht nur wirtschaftlich, sondern auch extrem umweltfreundlich.

In den Jahren von 2002 bis 2017 hat Barthlott ununterbrochen in acht vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderten Projektphasen die Reibungsreduktion an Schiffshüllen (Passive Air Lubrication) grundlegend erforscht. Die Arbeiten führt Barthlott nach seiner Emeritierung im Jahr 2011 mit seinem Mitarbeiter Dr. Matthias Mail sowie Wissenschaftlern von der Universität Rostock und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) weiter.

„Das letzte Teilprojekt ARES – Air Retaining Surfaces – hat nun zu einem EU-Projekt mit einem Konsortium von zehn Partnern aus Industrie und Forschung aus sechs Ländern geführt“, berichtet Barthlott. Die relevanten drei Patente wurden 2007, 2008 und 2016 von der Universität Bonn angemeldet beziehungsweise sind erteilt. Die neuen Technologien werden von der Bonner Uni und der Patentagentur PROvendis auf der kommenden Hannovermesse vom 1. bis 5. April vorgestellt.

Weiterführende Informationen:

https://www.uni-bonn.de/news/009-2019

https://www.uni-bonn.de/neues/009-2019

https://www.bmbf.de

 

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Pützchens Markt: Verbesserungen für die Marktschule

In einem weiteren Gespräch an der Marktschule sind am Montag, 18. März 2019, die im Herbst vereinbarten Vorschläge zur Verbesserung der Situation der Schule bei Pützchens Markt konkretisiert worden. Sie sollen sicherstellen, dass der Schulbetrieb nach der Traditionskirmes ohne Beanstandung wieder aufgenommen werden kann.

Marktleiter Harald Borchert zog ein durchweg positives Fazit des Gesprächs: „Ich freue mich, dass wir in konstruktiver Atmosphäre in vielen Punkten Einvernehmen darüber erzielt haben, wie wir die Situation für die Marktschule verbessern können. Die Schule ist während Pützchens Markt als Leitstelle für Polizei, Stadtordnungsdienst, Feuerwehr und Rettungsdienst unverzichtbar. Aber es ist völlig klar, dass sie in einem besseren Zustand übergeben werden muss, als dies im vergangenen Jahr bedauerlicherweise der Fall war.“

Am Gespräch nahmen Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Fachämter der Stadt Bonn (Marktamt, Stadtordnungsdienst, Schulamt, Gesundheitsamt und Städtisches Gebäudemanagement – SGB), der Schulleitung, der Jugendfarm als Trägerin der OGS an der Marktschule, der Elternschaft und der Polizei Bonn teil.

Lösungen für Schulgebäude und Außengelände

Um den Reinigungsstandard zu verbessern, sind mehrere Dinge vorgesehen: Bei einer Begehung vor Beginn des Jahrmarktes werden Gesundheitsamt, SGB, Marktamt und Schulleitung gemeinsam den Status quo aufnehmen und Bereiche definieren, die einer besonderen Aufmerksamkeit und Reinigung bedürfen. Dazu wird der bereits bestehende Hygieneplan für die Schule entsprechend erweitert.

Bei einer Abschlussbegehung am Mittwochnachmittag nach der Kirmes sollen die Reinigungsarbeiten überprüft werden. Hierbei wird auch festgelegt, wo eventuell noch nachgebessert werden muss oder desinfizierende Maßnahmen nötig sind. Außerdem soll die beauftragte Reinigungsfirma auch während Pützchens Markt ständig erreichbar sein, um bei Bedarf Bereiche sofort reinigen zu können.

Auch das Außengelände der Schule soll sauberer übergeben werden. Deshalb wird es auch hier vor und nach der Veranstaltung jeweils Begehungen geben. Dabei werden Stadt und bonnorange den Reinigungsaufwand festlegen und abschließend das Ergebnis kontrollieren.

Um Beete, Sandkasten und Wiese im Außengelände zu schützen, werden sie mit Bauzäunen abgetrennt. Der hintere Bereich des Schulhofes soll stärker ausgeleuchtet und sowohl vom Stadtordnungsdienst als auch von der Polizei stärker im Hinblick auf Wildpinkler kontrolliert werden.

Schulweg wird besser gesichert

Außerdem haben sowohl der Stadtordnungsdienst als auch die Polizei zugesagt, den Schulweg der Kinder während des Kirmesaufbaus in der Woche vorher mit mehr Personal als bislang zu sichern. Dies hatten sich die Eltern gewünscht, damit die Kinder auch während der besonderen Verkehrssituation in der Aufbauphase auf dem Pützchens-Markt-Gelände gefahrlos zur Schule gelangen können.

Erfolg soll Ende des Jahres überprüft werden

In einem weiteren Gespräch Ende des Jahres wollen die Beteiligten klären, inwieweit die jetzt vereinbarten Regelungen erfolgreich waren oder ob sie für die Folgejahre angepasst werden müssen.

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UN-Simulationskonferenz in New York: 2019 mit Bonner Azubis

Wie verhandeln 193 Nationen miteinander? Und wie vertritt man in einem globalen Kontext nationale Interessen? Neun Auszubildende der Stadt Bonn erhalten einen außergewöhnlichen Einblick in die Themen und Arbeitsweisen der Vereinten Nationen. Ende März nehmen sie an der National Model United Nations (NMUN) in New York teil – der größten Simulationskonferenz der Vereinten Nationen.

Gemeinsam mit zehn Azubis der Stadt Köln repräsentieren die Bonner Nachwuchskräfte einen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen – Finnland. Sascha Hessenbruch, Ausbildungsleiter der Stadt Bonn begleitet die jungen Erwachsenen nach New York und hat die Teilnahme an der NMUN-Konferenz organisiert: „Die Kolleginnen und Kollegen können ihre Teamfähigkeit ausbauen und sammeln wertvolle Kompetenzen, zum Beispiel im Umgang mit anderen Kulturen und Positionen.“

Auch Oberbürgermeister Ashok Sridharan sieht viele Vorteile in der Teilnahme: „Als deutsche Stadt der Vereinten Nationen legen wir großen Wert auf eine international ausgerichtete Ausbildung und bieten unseren Nachwuchskräften bereits seit Jahren die Möglichkeit, Stationen in europäischen Städten zu absolvieren. Die NMUN ist eine tolle Ergänzung.“

Die Auszubildenden sind zwischen 19 und 26 Jahre alt und absolvieren den theoretischen Teil ihrer Ausbildung an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung des Landes NRW bzw. dem Rheinischen Studieninstitut in Köln. Bereits seit Oktober bereitet sich die Gruppe auf die Konferenz vor. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein verhandlungssicheres Englisch und die Bereitschaft, sich in die politischen Positionen eines Landes einzuarbeiten. „Die eigene Position ist dabei unwichtig. Entscheidend ist nur, dass man die Interessen des Landes so gut es geht vertritt“, sagt Dominik ben Moussa, Stadtinspektoranwärter. „Wir müssen Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und auch in der Lage sein Kompromisse zu schließen – Dinge, die auch in einer Verwaltung wichtig sind.“ Zusätzlich müssen auch Abläufe und Regeln der UN-Simulation erlernt werden: Zum Beispiel, wie abgestimmt wird und wie man eine Resolution vorbereitet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlen die Kosten für die Flüge und für Aktivitäten vor Ort selbst. Die Stadt übernimmt die Anmeldegebühren und die Übernachtungskosten, 90 Euro pro Person und Nacht im Vierbettzimmer.

Am Donnerstag, 21. März 2019, geht der Flug nach New York. Die Konferenz findet an fünf Tagen vom 24. bis zum 28. März statt. Zurück nach Deutschland fliegen die Azubis am 30. März. Vor Ort besucht die Delegation die finnische und die deutsche UN-Vertretung und nimmt an Veranstaltungen im Hauptgebäude der Vereinten Nationen teil.

Dabei sein auf Facebook und Instagram

Direkt aus New York berichten die Bonner Azubis auf Facebook und Instagram von ihren Erfahrungen:
Facebook: www.facebook.com/StadtBonnKarriere
Instagram: www.instagram.com/stadt_bonn_karriere

Hintergrund: National Model United Nations

Die National-Model-United-Nations-Konferenz in New York ist mit etwa 5500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt die größte studentische Simulationsveranstaltung. Sie soll das Verständnis für die Arbeit der Vereinten Nationen fördern. Dabei wird eine komplette Vollversammlung nachgestellt und in den verschiedenen Komitees der Vereinten Nationen gearbeitet.

An der Konferenz nehmen teil: Catharina Juric, Anna Möller, Christopher Kockerols, Jennifer Wetjen, Lisa Göbel, Lukas Drechsel, Dominic ben Moussa, Nathalie Pilz und Davina Winkel.

 

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Girls‘ und Boys‘ Day: 2019 noch freie Plätze bei der Stadtverwaltung

Auch in diesem Jahr bietet die Stadt Bonn sowohl für Mädchen als auch für Jungen die Möglichkeit, in „typische“ Berufe des jeweils anderen Geschlechts hineinzuschnuppern. Noch gibt es freie Angebote in Kitas, beim Städtischen Gebäudemanagement oder der Kläranlage Beuel.

Berufe kennenlernen, in denen Frauen und Männer jeweils unterrepräsentiert sind – darum geht es beim bundesweiten Girls‘ und Boys‘ Day. Auch die Stadt Bonn beteiligt sich in diesem Jahr wieder und hat eine große Auswahl an Angeboten. Aufgrund der Osterferien findet der diesjährige Girls‘ und Boys’ Day bereits am Donnerstag, 28. März 2019, statt.

„Die städtischen Angebote sind sehr beliebt. Bereits im November 2018 gingen für einige Bereiche Anfragen für Plätze ein“, so Katja Schülke, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, die die Angebote der Stadtverwaltung koordiniert. So ist beispielsweise der Tag in der Stadtförsterei besonders beliebt und sehr schnell ausgebucht.

Die Stadtverwaltung Bonn beteiligt sich bereits zum elften Mal an der bundesweiten Aktion und hat auch bereits von Anfang an Angebote für Jungen. Den offiziellen beziehungsweise bundesweiten Boys’ Day gibt es jedoch erst seit 2011.

Neu in diesem Jahr ist, dass für Jungen auch Plätze in Verwaltungsbereichen angeboten werden. Diese ergänzen die bestehenden Angebote für Jungs in Kindertagesstätten sowie den Seniorenzentren.

Gemeinsam mit dem Ausbildungsbeauftragten der Stadt Bonn wurden die derzeitigen Ausbildungskräfte gefragt, ob sie sich vorstellen können, ihren Arbeitsbereich einem jungen Menschen zu zeigen.

So stehen in diesem Jahr auch Plätze bei den Bürgerdiensten, beispielsweise im Dienstleistungszentrum und in der Fahrerlaubnisbehörde, sowie in der Bezirksverwaltungsstelle Beuel zur Verfügung.

Insgesamt bietet die Stadtverwaltung in diesem Jahr mehr als 120 Plätze für Jungen und Mädchen in den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der Stadtverwaltung an, von A wie Amt für Soziales und Wohnen bis Z wie Zentrallabor des Tiefbauamtes.

Noch sind nicht alle angebotenen Plätze belegt. Für Jungs gibt es noch einige Plätze in städtischen Kindertagesstätten, wo sie einen Tag lang den Erzieherinnen und Erziehern über die Schulter schauen können. Mädchen können einen Tag auf der Kläranlage Beuel verbringen oder erleben, was alles zu den Aufgaben eines Schulhausmeisters gehört. Auf www.boys-day.de sowie www.girls-day.de sind alle Details zu finden.

 

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Die Sieger von Jugend forscht an der Uni

Die Sieger von Jugend forscht an der Uni Bonn Vier erste Preise. 73 Jungforscher stellen ihre Projekte beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln vor

 

Sind Mikrowellen schädlich? Lässt sich mit Pellets aus Gülle heizen? Wie gelingt es, aus Pflanzen veganes Leder herzustellen? Wie kann die Datenauswertung zur Dunklen Materie optimiert werden? Mit diesen Themen errangen heute Jungforscher beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht/Schüler experimentieren an der Bonner Universität erste Preise. Insgesamt waren 73 Teilnehmer angetreten und präsentierten am Nachmittag in der Universitätsaula 35 Forschungsprojekte der Öffentlichkeit. Die Erstplatzierten qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

 

Den ersten Platz in der Sparte Biologie bei Schüler experimentieren sicherten sich Felicitas Farber (9) und Anna Impekoven (10) von der Gemeinschaftsgrundschule Oedekoven. Sie untersuchten anhand von Kresse-Samen und -Pflanzen, ob Mikrowellen schädlich sind.

 

Veganes Leder aus Pflanzenbestandteilen

 

Wie lässt sich aus den Pflanzenbestandteilen Stärke und Pektin veganes Leder herstellen? Diese Frage bearbeitete mit Erfolg Felix Möller (13) vom Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin. Mit Hilfe von Citrus- und Apfelpektinen gelang es ihm, einen Stoff herzustellen, der in seinen Eigenschaften tierischem Leder sehr ähnlich ist. Dafür errang er den ersten Platz in Chemie in der Sparte Schüler experimentieren.

 

Gülle-Pellets für die Energiegewinnung

 

In der Sparte Jugend forscht erzielten Erik Hofmann (15), Julian Jacobs (13) und Patrick Pütz (15) vom Clara-Fey-Gymnasium einen ersten Platz in Chemie. Aus den festen Bestandteilen von Gülle pressten die Schüler Pellets und prüften sie auf ihre Eignung für die industrielle Energiegewinnung.

 

Auf den Spuren der Dunklen Energie

 

Carolin Kohl (17) vom Paul-Klee-Gymnasium errang den ersten Platz in Physik bei Jugend forscht. Sie optimierte Netzwerktypen, mit denen sich die Daten zu möglichen Kandidaten für Dunkle Materie auswerten lassen. Hierfür besuchte sie zwei Wochen eine Arbeitsgruppe am Teilchenforschungszentrum CERN in Genf.

 

Hoher wissenschaftlicher Anspruch

 

Prorektorin Prof. Dr. Karin Holm-Müller begrüßte die Teilnehmer. „Als Universität veranstalten wir den Regionalwettbewerb Jugend forscht/Schüler experimentieren sehr gerne, denn er ist ein wichtiger Beitrag, um interessierte junge Menschen an die Forschung heranzuführen“, sagte sie. „Der wissenschaftliche Anspruch der Projekte und das Engagement sind sehr hoch.“

 

Uni Bonn richtet zum achten Mal „Jugend forscht“ aus

 

Bereits zum achten Mal richtete die Bonner Universität nun den Regionalwettbewerb aus. „Wir freuen uns sehr, dass die Universität Bonn seit 2012 Pate des Regionalwettbewerbs ist. Ohne unsere Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft wäre Jugend forscht nicht denkbar“, teilte Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V., mit. „Für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist es wichtig, dass kein Talent verloren geht und jeder interessierte, leistungsbereite junge Mensch die Chance erhält, entdeckt und gefördert zu werden.“

 

Die öffentliche Präsentation der Exponate von insgesamt 73 Teilnehmern am Nachmittag in der Aula der Universität Bonn stieß auf großes Interesse. „Wir gratulieren denjenigen, die sich heute für den Landeswettbewerb qualifiziert haben“, sagte die Jugend forscht-Patenbeauftragte Dr. Andrea Grugel von der Universität Bonn. „Doch gewonnen haben alle Teilnehmer, weil Jugend forscht und Schüler experimentieren wichtige Erfahrungen für den weiteren Lebensweg sind.“

Kinderpsychologen helfen Ihren Kleinen mit dem Zeugnis

Die Schulpsychologie berät bei Zeugnissorgen

Anfang Februar steht die Vergabe der Halbjahreszeugnisse an. Wenn dies ein Grund zur Sorge ist, berät und unterstützt die Schulpsychologie sowohl Eltern und Lehrer als auch Kinder und Jugendliche.

Die Schulpsychologie Bonn hilft bei Zeugnissorgen telefonisch unter der Rufnummer 0228 – 77 45 63. Wenn besetzt ist, kann der Anrufbeantworter genutzt werden – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rufen schnell zurück. Alle Anfragen und Anliegen können auch per E-Mail an die Schulpsychologie geschickt werden. Bei Bedarf werden persönliche Beratungstermine vergeben.

E-Mail:  Schulpsychologie@bonn.de

Als psychologischer Fachdienst der Schule steht die schulpsychologische Beratungsstelle auch außerhalb der Zeugniszeiten Bonner Schülerinnen, Schülern und ihren Eltern bei schulischen Fragen und Problemen zur Verfügung. Dies gilt auch für alle an Bonner Schulen Tätigen wie Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrer, den Teams der offenen Ganztagsschulen sowie Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter.

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