Ernst-Moritz-Arndt-Haus @ Georg Scheidgen

Stadtmuseum präsentiert die Ausstellung „Bonns goldenes Zeitalter“

Die Schau „Bonns goldenes Zeitalter – Die kurkölnische Residenzstadt Bonn zur Zeit Beethovens“ ist von Freitag, 23. Oktober 2020, bis Sonntag, 24. Januar 2021, im Ernst-Moritz-Arndt-Haus zu sehen. Sie wird von BTHVN 2020 gefördert und findet in Kooperation mit dem Archiv, Bibliothek und Sammlungen der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien statt, die zu den fünftgrößten Musikaliensammlungen der Welt gehören und seit 1996 schon häufig Kooperationspartner des Bonner Stadtmuseums gewesen sind.

Die Ausstellung vermittelt Eindrücke vom gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in der damaligen Residenzstadt Bonn, die sich durch die Aufklärung und französische Revolution im Umbruch befand und in der Beethoven als Sohn und Enkel eines Hofmusikers eine Berufslaufbahn am kurkölnischen Hof vorbestimmt war.

Gleichzeitig wird die Herkunft des letzten Kölner Kurfürsten, Maximilian Franz von Österreich, beleuchtet, unter dem sich Bonns goldenes Zeitalter kurz vor seinem Untergang in Folge der Französischen Revolution zu voller Blüte entfaltet hat. Zudem richtet sich der Blick auf die ersten Wiener Jahre Beethovens und die weitere politische Entwicklung in Bonn, da Beethoven bis zum Tod des Kurfürsten im Sommer 1801 in Wien formal ein Untertan Kurkölns und Musiker der Bonner Hofkapelle geblieben ist.

Thematisiert werden auch die wenigen Reisen Beethovens, die er bis 1801 unternommen hat: als jugendlicher Hofmusiker mit seiner Mutter in die Niederlande und sein Konzertauftritt am Hof in Den Haag sowie seine Reisen nach Wien und die Konzertreise, die er 1796 von Wien über Prag, Leipzig und Dresden nach Berlin unternommen hat.

Mehr als 200 Exponate

Die Schau im Ernst-Moritz-Arndt-Haus umfasst mehr als 200 kostbare Exponate. Sie kommen vor allem aus dem eigenen Bestand des Stadtmuseums und aus der Sammlung der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Hinzu kommen Leihgaben aus der Musikabteilung der Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz, dem Beethoven-Haus Bonn, dem Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Abteilung Rheinland, dem Wetterau-Museum, dem Baden-Württembergischen Landesarchiv (Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg) und dem Zentralarchiv des Deutschen Ordens in Wien.

Außerdem werden verschiedene Porträts präsentiert, die aus Privatbesitz und meist von direkten Nachfahren stammen: Sie zeigen den berühmten Geiger und letzten Direktor der Bonner Hofmusik, Franz Anton Ries, und seine Gemahlin in jungen Jahren, den ehemaligen Hofkoch Johann Joseph Eichhoff als hohen Beamten in französischen Diensten und den Juristen und ehemaligen Bonner Professor Bartholomäus Fischenich , die alle in Beziehung zu Beethoven standen.

Besucherinnen und Besucher können die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Ernst-Moritz-Arndt-Hauses in der Adenaueralle 79 mittwochs bis samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11.30 bis 17 Uhr anschauen. Am 24., 25. und 31. Dezember 2020 ist das Haus geschlossen. Der Eintritt kostet 2,50 Euro.

Aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen müssen sich private Gruppen über acht Personen vor ihrem Besuch anmelden ( anmeldungen-smbbonnde). Führungen durch die Ausstellung sind mit höchstens acht Personen und vorheriger Terminabsprache möglich.

Alle Infos:  www.bonn.de/stadtmuseum.

Text ©  Stadt Bonn

Foto © G. Scheidgen

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