Rheinaue © Georg Scheidgen

Fütterungsverbot in Bonner Rheinaue

Am Ufer des Rheinauensees machen ab sofort Schilder auf das Fütterungsverbot von Wasservögeln und Nutrias aufmerksam. Das stadtweite Verbot wurde im Februar durch den Stadtrat beschlossen und ist Anfang März in Kraft getreten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Schilder am Rheinauensee aufgestellt, um die Bürgerinnen und Bürger über die negativen Folgen der Fütterung zu informieren. Die Hinweistafeln werden nun durch die Verbotsschilder ersetzt. Darüber hinaus werden in den kommenden Tagen auch noch Schilder an den Eingängen des Rheinauenparks sowie im Godesberger Stadtpark, im Redoutenpark, im Grünzug Nord und am Rheinufer an der Mondorfer Fähre aufgestellt.

Die Wasservögel und Nutrias vermehren sich durch eine übermäßige Fütterung zu stark. Diese „Übervölkerung“ führt dazu, dass übermäßig viel Tierkot in das Wasser gelangt und nicht mehr natürlich abgebaut werden kann. Das kann zum „Umkippen“ von stehenden Gewässern führen. Gibt es dann zu wenig Sauerstoff im Sediment, können Bakterien Giftstoffe produzieren. Die Tiere verenden dann, wie im vergangenen Sommer in der Rheinaue, innerhalb kurzer Zeit. Für den Rheinauensee, dessen Zustand sich in den vergangenen Jahren stark verschlechtert hat, wird derzeit ein Sanierungskonzept erarbeitet.

Aufgrund des Fütterungsverbots können nun auch Bußgelder verhängt werden. Der Stadtordnungsdienst wird während der täglichen Streifen darauf achten, ob das Fütterungsverbot beachtet wird. Werden Wasservögel oder Nutrias entgegen des Verbots gefüttert, droht ein Bußgeld von 25 Euro, wenn kleine Mengen Futter verteilt werden. Die Bußgelder fallen höher aus, wenn wiederholt gefüttert oder größere Futtermengen verteilt werden.

Foto © Georg Scheidgen
Text © Stadt Bonn

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