Luftschlangen © pixabay / pixel2013

Faire Kamelle im Karneval

Bonn als „Fair Trade Town“ wünscht sich in diesem Jahr einen größeren Anteil an Bonbons, Schokolade und Blumen aus fairem Handel, so der Umweltdezernent Helmut Wiesner.

„Mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten können die Bonner Karnevalsvereine ein Zeichen für eine gerechtere Welt setzen. Faire Kamelle sind nicht nur lecker, sondern unterstützen im Rahmen der nachhaltigen Entwicklungsziele sowohl den Kampf gegen die Armut in Ländern des globalen Südens als auch umweltfreundlichere Anbauweisen.“

Fair gehandeltes Wurfmaterial als Alternative zu herkömmlichen Bonbons und Schokolade wird durch die landesweite Initiative „Jecke Fairsuchung“ angeboten. Dazu gehören Schoko-Erdnüsse, verschiedene Fruchtgummis, Karamellgebäck, Sesamriegel und Schokotäfelchen. Ziel der Kampagne ist es, dass die Karnevalsvereine zehn Prozent ihres Wurfmaterials aus fairem Handel beziehen. Diese zehn Prozent des Budgets würden nur fünf Prozent weniger Ware bedeuten, so die Rechnung der Initiative.

Laut Schätzungen der Süßwarenhersteller wurden in der letzten Karnevalsaison rund 500 Tonnen Kamelle bei den Umzügen geworfen und verteilt.
Ein Großteil der eingesetzten Rohstoffe kommt aus Ländern des Globalen Südens. Bei fair gehandelten Rohstoffen erhalten die Produzenten einen fairen Lohn. Die Produkte, wie Früchte oder Kakao, werden unter Beachtung höherer Arbeits- und Sozialstandards angebaut und verarbeitet und danach zu angemessenen Preisen verkauft.

Weitere Informationen sind unter www.jeckefairsuchung.net zu finden. Wissenswertes zum Wurfmaterial hat das Fairhandelszentrum Rheinland unter www.rfz-rheinland.de zusammengestellt, dort sind die fairen Kamellen auch erhältlich. Das Agenda-Büro der Stadt berät Karnevalsvereine und Gruppen gerne. Kontakt: Britta Amorin, Telefon 77 57 62, E-Mail: britta.amorinbonnde.

Bonn ist seit 2010 als Fair Trade Town eine von weltweit mehr als 2000 Städten und Gemeinden, die für ihr besonderes Engagement für den fairen Handel ausgezeichnet wurden. Mit dieser internationalen Kampagne soll ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt gesetzt werden.

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