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Kategorie: Bonn

Symbolbild zum Artikel "„Alle-mal-malen-Mann" Jan Loh bekommt eine eigene Straße in Bonn"

„Alle-mal-malen-Mann“ Jan Loh in Bonner Straßenbenennungsliste aufgenommen

Der Rat der Stadt Bonn hat zwei Namen in die Straßenbenennungsliste aufgenommen

Die Namen Jan Loh und Günther Weisenborn werden in die Benennungsliste für die städtischen Straßen, Wege und Plätze aufgenommen. Das hat der Rat der Stadt Bonn am Dienstag, 14. Mai 2019, beschlossen.

Günther Weisenborn war Pazifist, Autor, Schauspieler und Widerstandskämpfer der „Roten Kapelle“. Er studierte einige Zeit in Bonn und war als Autor und Schauspieler an der Schauspielbühne Bad Godesberg und am Stadttheater Bonn tätig. Sein Antikriegsstück „U-Boot S4“ löste 1929 bei der Uraufführung an der Volksbühne in Berlin einen Theaterskandal aus. Weisenborn arbeitete und schrieb unter anderem mit Bertolt Brecht und Richard Huelsenbeck und spielte auch nach dem Krieg eine wichtige Rolle im geistigen und kulturellen Leben der frühen Bundesrepublik. Weisenborn starb am 26. März 1969. Anlässlich seines 50. Todestages wird sein Name in die Straßenbenennungsliste aufgenommen.

Auch Jan Loh, der als „Alle-mal-malen-Mann“ bekannt war, wird in die Straßenbenennungsliste aufgenommen. Loh, der mit bürgerlichem Namen Ferdinand Johannes Gödde hieß, gehört zu den „Bonner Originalen“, die einen hohen Bekanntheitsgrad in der Bonner Stadtgesellschaft erlangt haben. Unter seinem selbst gewählten Namen Jan Loh besuchte er allabendlich Bonner Cafés und Kneipen, wo er die Gäste skizzierte oder ihre Handschriften und Träume deutete. Meist sprach er die Leute mit dem Satz „Alle mal malen hier?“ an, was zu seinem Spitznamen führte.

Text © Pressemitteilung Bundesstadt Bonn
Bild © G. Scheidgen

Kunstführungen in Bonn, Museumsbesuche in Bonn

Internationaler Museumstag im Stadtmuseum Bonn

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, 19. Mai 2019, wird das Schulmuseum Bonn in der Nikolausschule in Bonn-Kessenich seine Pforten öffnen. Außerdem veranstaltet das Stadtmuseum in der Franziskanerstraße 9 ab 14.30 Uhr einen Familientag.

Um 12 Uhr, 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr wird im Schulmuseum in der Nikolausschule, Pützstraße 6, Unterricht wie zur Kaiserzeit veranstaltet. In Schürze und Matrosenkragen drücken die Pennäler die Bank. Die gestrenge Frau Lehrerin drillt die Schülerinnen und Schüler in alten Fächern wie Schönschrift in Sütterlin und in Heimatkunde. Der Eintritt zur Schulstunde ist frei. Weitere Infos hat der Förderverein des Stadtmuseums Bonn hier zusammengestellt: http://schulmuseum-bonn.de.

Familientag mit Kostümführungen

Anlässlich des Internationalen Museumstages werden im Stadtmuseum Bonn zum Familientag fünf Kostümführungen für große und kleine Besucherinnen und Besucher angeboten:

Um 14.30 Uhr steht der Rundgang unter dem Titel „Titus Julius Titianus, Weinhändler im römischen Bonn“. Sie handelt vom Wandel des kleinen keltisch-germanischen Dorfes zu einer großen römischen Stadt.

Um 15 Uhr wird Herimanus de Halechtre, Marschall des Kölner Erzbischofs, im Frühjahr 1244 frohe Kunde nach Bonn bringen: Die schützende Stadtmauer darf endlich gebaut werden.

Weiter geht es um 15.30 Uhr mit dem Freiherr Caspar Anton von Belderbusch, dem kurfürstlichen Hofkammerpräsidenten. Er erfindet immer neue Steuern und Abgaben, um die Schlossbauten von Kurfürst Clemens August zu finanzieren.

Die Führung um 16 Uhr beschäftigt sich mit Gottfried Kinkel, 1848/49 Uni-Professor und Vorkämpfer für die Demokratie. Er ruft auf zum Kampf gegen die absolute Macht der Fürsten.

In der letzten Führung um 16.30 Uhr geht es um Oberbürgermeister Wilhelm Spiritus‘ Umgestaltung Bonns zur modernen Stadt während der Jahrhundertwende 1899/1900.

Von 14.30 bis 17 Uhr werden verschiedene Spiele und Bastelaktionen angeboten. Der Eintritt zum Familientag kostet für Erwachsene sechs Euro, für Kinder werden vier Euro gezahlt.

Text © Newsletter Bundesstadt Bonn,
Bild © Pixabay / Pexels

Kunstaktion „Unser Ludwig“ auf dem Bonner Münsterplatz

Kunstaktion in Bonn trägt neues Beethoven-Bild in die Welt

Ernster Blick, leicht grimmiger Gesichtsausdruck und Löwenmähne: Kaum ein Bild eines Komponisten hat sich so nachhaltig eingeprägt wie das Ludwig van Beethovens. Die Kunstinstallation „Ludwig van Beethoven – eine Ode an die Freude“ auf dem Bonner Münsterplatz von Freitag, 17. Mai, bis Sonntag, 2. Juni 2019, von Ottmar Hörl bricht mit dem populären Bild des Musikgenies: „Unser Ludwig“ lächelt. Hier die Pressemeldung der Bürger für Beethoven zur Kunstaktion:

Unser Ludwig lächelt

Mit der Aktion „Ludwig van Beethoven – eine Ode an die Freude“ will der Bildhauer Hörl die Menschen zum Umdenken bewegen. Denn bisher kennt man Beethoven nur missmutig. Die seriengleichen Figuren in Bonn haben dagegen ein Lächeln im Gesicht. Fast vergessen ist Beethoven als rheinische Frohnatur. „Ich hatte Angst, dass man Beethoven lächelnd gar nicht mehr erkennt“, gesteht der Künstler Ottmar Hörl. „Es gab eine Phase, da dachte ich, dass es gar nicht möglich sei, einen lächelnden Beethoven zu zeigen.“ Doch er wurde überrascht: „Wir Bonner wissen halt, dass Beethoven eigentlich ein fröhlicher bönnscher Junge war“, sagt Marlies Schmidtmann, stellvertretende Vorsitzende der „Bürger für Beethoven“. Beethoven lebte 22 Jahre in seiner Geburtsstadt Bonn. Die Begegnung mit Joseph Haydn im Juli 1792 verschaffte dem begabten Musiker einen Studienaufenthalt in Wien. 1794 besetzten jedoch französische Truppen das Rheinland. Beethoven verlor damit seine Bonner Stelle, und was als Ausbildungsreise nach Wien geplant war, wurde zur endgültigen Übersiedlung. „Doch Beethoven wollte immer zurück nach Bonn“, betont Schmidtmann. Und so lohnt sich ein Besuch in Bonn besonders, um einen Blick auf die oft vergessenen, fröhlichen Jahre von Beethovens Jugend zu werfen.

Spannendes Rahmenprogramm zur Kunstinstallation

Die Bürgeraktion „Unser Ludwig“ lädt am Freitag, 17. Mai, um 19 Uhr Besucherinnen und Besucher zum Meet & Greet mit Ottmar Hörl auf den Münsterplatz ein. Die offizielle Eröffnungsfeier findet um 13 Uhr mit Oberbürgermeister Ashok Sridharan statt, der auch die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hat. Neben künstlerischen und musikalischen Highlights werden am Samstag, 25. Mai, über 50 Gäste mit dem Namen Beethoven zu Besuch kommen, um sich die Installation anzuschauen. Sie sind alle Nachfahren des berühmten Musikers, die meisten leben heute in Mechelen in Belgien. Weitere Informationen zum Programm gibt es auf www.unser-ludwig.com.

Bonner Vereine initiieren Kunstinstallation

Die 700 Abbilder des weltberühmten Musikers auf dem Bonner Münsterplatz sollen für eine volle Innenstadt sorgen. „Nur durch den ehrenamtlichen Einsatz unserer beiden Vereine – city-marketing bonn und die „Bürger für Beethoven“ – ist ein solches Spektakel überhaupt möglich geworden“, freut sich Karina Kröber, Vorstandsvorsitzende des city-marketing bonn. Gelohnt habe sich die Initiative in jedem Fall: „Die große Zahl der Vorbestellungen ist ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie das Kunstwerk auf dem Münsterplatz ankommen wird“, berichtet Maike Reinhardt, ehrenamtliche Geschäftsführerin city-marketing bonn.

Über die Veranstalter der Bürgeraktion „Unser Ludwig“

Getragen wird die Beethoven-Installation von einer Bürgeraktion, zu der sich der Verein city-marketing bonn als Zusammenschluss der Bonner Einzelhändler in der Bonner Innenstadt und die „Bürger für Beethoven“, mit über 1650 Mitgliedern größter Verein in Bonn und der Region, unterstützt von der Beethoven-Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020, zusammengeschlossen haben. 1050 Paten konnten bereits für das Projekt gewonnen werden. Für ihre Unterstützung erhalten die Paten nach Abschluss der Installation eine der Statuen. Diese sollen somit auch künftig an vielen öffentlichen Plätzen das Bild in der Stadt prägen.

Text © Newsletter Bundesstadt Bonn
Bild © Jutta Thalmann

Demokratie-Fest Bonn – Bauchladentheater, Mülltonnenkonzert, Slams

Beim Demokratie-Fest am Samstag, 18. Mai, auf dem Bonner Markt wird das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland mit Informationen und Diskussionen gewürdigt. Aber es geht keineswegs nur staatstragend zu: Ein Kinderbereich, das Bauchladen-Theater und die Groove Onkels unterhalten die jüngeren Gäste des Festes.

Das Bauchladen-Theater von Jörn Kölling nimmt sich die Bereiche Umwelt und Naturschutz vor und zeichnet die Geschichte dieser Themen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts – Beginn der industriellen Revolution – bis heute – „Fridays for Future“ – nach. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Aspekten Energie, Verkehr, Industrie und Haushalt. Auf kindgerechte Weise wird der Artikel 20a des Grundgesetzes vermittelt, in dem es um den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und der Tiere geht.

Auch Slams fehlen nicht: Beim Poetry Slam um 15.15 Uhr auf der Nebenfläche befasst sich Antonia Granow mit Meinungs- und Pressefreiheit. Beim anschließenden „Hate“ Slam präsentieren Volontäre des General-Anzeigers Auszüge aus Leserbriefen und Facebook-Kommentaren.

Viel Spaß verbreiten die Groove Onkels mit ihrer Mülltonnen-Percussion, die zeigen, welche mitreißenden Rhythmen sich Mülltonnen entlocken lassen. Die Profi-Drummer, die inzwischen in aller Welt gastieren, sorgen für Unterhaltung der besonderen Art.

Ein eigener Kinderbereich lädt unter dem Motto „Entfalte Dich!“ ein, sich an großen und kleinen Experimenten zum Thema Klima zu beteiligen. Beim experimentellen Quiz mit „Entenangeln“ kommen alle Altersgruppen auf ihre Kosten.

Das Demokratie-Fest Bonn

Unter dem Motto „Freiheit.Demokratie.Feiern.Bonn“ lädt die Stadt Bonn am 18. Mai zwischen 10.30 und 19 Uhr ein, den 70. Geburtstag des Grundgesetzes zu feiern. Im Zusammenspiel mit dem Jazzfest Bonn erwartet die Besucherinnen und Besucher ein informatives und unterhaltsames Programm. Zur Eröffnung und für eine Diskussionsrunde hat sich Bundespräsident a.D. Christian Wulff angesagt. Oberbürgermeister Ashok Sridharan kann außerdem den stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp, zum Auftakt begrüßen. Weitere Prominente beim Fest sind Norbert Blüm, ehemaliger Bundesarbeitsminister, und Professor Udo di Fabio, einst Richter am Bundesverfassungsgericht. Informationen und Programm unter www.bonn.de/demokratie-fest.

Text © Newsletter Bundesstadt Bonn

Saisonkräfte für Bonner Bäder gesucht

Das Sport- und Bäderamt sucht weiterhin Aushilfen für die Beckenaufsicht und die Kassen der Bonner Bäder.

Die Kräfte sollen auf Abruf als Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer die Mitarbeiterteams bei der Aufsicht in den Freibädern unterstützen. Auch für den Verkauf und die Abrechnung der Eintrittskarten an den Bäderkassen werden Kolleginnen und Kollegen gesucht, die bereit sind zum Schichtdienst und zu Einsätzen an Wochenenden sowie Feiertagen.

Voraussetzungen für eine Einstellung als Rettungskraft sind: das deutsche Rettungsschwimmabzeichen in Silber und der Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses über neun Unterrichtseinheiten, beides nicht älter als zwei Jahre. Berücksichtigt werden können nur Bewerberinnen und Bewerber, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Das Sport- und Bäderamt erwartet teamorientiertes und besucherfreundliches Auftreten.

Weitere Infos gibt es auf www.bonn.de/rettungsschwimmer und beim Sport- und Bäderamt unter 0228 – 77 32 34.

Bewerbungen werden per E-Mail an rettungsschwimmer@bonn.de entgegengenommen.

Bildrechte © pixabay / AnnaER

Beethovenhalle: Sachstandsbericht zieht Lehren

Ein umfangreicher Bericht zum Sachstand bei der Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle liegt jetzt dem Projektbeirat Beethovenhalle für seine Sitzung am 3. Mai vor. Die Stadtverwaltung hatte angesichts der Kündigung von Firmen, der Zeitverzögerungen und der steigenden Kosten zugesagt, die Situation gründlich zu analysieren und Schlüsse für das weitere Vorgehen zu ziehen.

„Es gibt nicht nur den einen Grund für die unerfreuliche Entwicklung, sondern eine Vielzahl von Ursachen, die sich gegenseitig verstärkt haben“, sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan. „Daraus müssen wir lernen.“ Die Verwaltung sei mit allen Beteiligten im Gespräch, um die Effizienz bei der Sanierung zu erhöhen. Die derzeitige Kostenprognose liegt bei 117,4 Mio Euro netto, ohne dass schon alle Variablen bekannt sind. Der Objektplaner geht zurzeit von einer Fertigstellung im Mai 2021 aus.

Erfassung des Baustandes künftig stärker invasiv

Eine der Ursachen ist nach Ansicht der Verwaltung die Baustandserfassung, die zu Beginn des Projektes nicht in ausreichendem Umfang beauftragt wurde, weil das invasiver Untersuchungen bedurft hätte. Diese konnten nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden, eine noch frühere Schließung der Halle sollte aber vermieden werden. Stattdessen wurden an verschiedenen Stellen des Gebäudes und des Untergrundes 152 Probebohrungen gemacht. Auf dieser Basis war das Schadensbild allerdings nicht in dem Maße erkennbar, wie es sich später beim Entkernen des Gebäudes zeigte.

Die Verwaltung leitet daraus ab, dass künftig bei der Erfassung des Bauzustands invasiver vorgegangen werden muss, auch wenn dies zu weiterem zeitlichen Vorlauf führt. Im Falle der Beethovenhalle geht man von sechs Monaten aus, die angesichts der vorhandenen Buchungen und des angestrebten Fertigstellungstermins rechtzeitig vor dem Beethovenjahr 2020 nicht möglich schienen.


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Bauherrenziele und Planungsumfang früher festlegen

Ungünstig hat sich auch die Entwicklung unterschiedlicher Varianten für die Sanierung und Modernisierung ausgewirkt, die zudem in Module unterteilt waren. Damit scheint der Eindruck entstanden zu sein, dass einzelne Module und Funktionalitäten ohne Auswirkungen auf die Gesamtplanung herausgelöst werden können. Das Resultat waren deutlich kompliziertere und damit längere Planungs- und Abstimmungsprozesse zwischen Fach- und Objektplanern. Künftig sollen die Bauherrenziele und der damit verbundene Planungsumfang sehr viel früher vollständig beschrieben und der politischen Beschlussfassung zugeleitet werden, um parallele Planungen möglichst zu verhindern.

Alle Funktionalitäten in finalen Baubeschluss einbeziehen

In diesen Zusammenhang gehört auch die Zurückstellung von Teilen der Planung, weil – wie im Fall der Küche und des Studios – auf Spenden gehofft wurde. Der entsprechende Beschluss führte dazu, dass die Verwaltung als Bauherrin keine Ermächtigung mehr hatte, für diese Bereiche Kosten auszulösen. Als die zurückgestellten Module wieder in das Projekt aufgenommen werden mussten, war die Folge, dass Planungen teilweise nachgeholt bzw. an schon abgeschlossene Planungen angeschlossen werden mussten.

Auch dies gilt es in Zukunft zu vermeiden: Alle Funktionalitäten soll in den finalen Baubeschluss einbezogen werden.

„Erpressbarkeit“ der Verwaltung vermeiden

Als nachteilig hat sich nach Einschätzung der Verwaltung das Finanzkonstrukt erwiesen. Während die meisten Bauprojekte im Wirtschaftsplan des Städtischen Gebäudemanagements abgebildet sind, liegt das Budget für Sanierung und Modernisierung der Beethovenhalle bei der Kernverwaltung. Die Mittel werden deshalb separat jeweils durch den Rat freigegeben, was eine hohe Transparenz mit sich bringt. Es hat allerdings auch unerfreuliche Nebeneffekte: Auch nichtöffentliche Informationen gelangen nach außen und versetzen Planer und Baufirmen in die Lage, sehr genau über Diskussionsprozesse und Budget-Höhen informiert zu sein. Das Ergebnis sind zahlreiche Nachtragsforderungen, die zwar zum größten Teil als unberechtigt zurückgewiesen werden können, aber gleichwohl zu hohem Arbeitsaufwand führen.

Größerer Zeitpuffer nötig

Eine gewisse „Erpressbarkeit“ liest die Verwaltung auch aus dem Zeitdruck ab, der mit Blick auf 2020 entstanden ist. Planer und Projektsteuerer hatten den von der Verwaltung als „sportlich ambitioniert“ bezeichneten Projektverlauf als machbar eingestuft. Dabei war von Anfang an ein Zeitpuffer von einem Jahr eingeplant worden. Die Einschätzung erwies sich jedoch als falsch. Nach Meinung der Verwaltung haben die Projektplaner nicht aktiv genug gegengesteuert, obwohl es zahlreiche entsprechende Gespräche und Zusagen gab.

Die Verwaltung will auch in dieser Hinsicht künftig mit deutlich höheren Zeitpuffern arbeiten, um die Verhandlungspositionen gegenüber Planern und Firmen zu stärken.

Finanzreserven für Unvorhergesehenes und Baukostensteigerungen

Keinen Puffer gab es auch bei den Finanzen. Vor dem Hintergrund der Haushaltssicherung wurden keine Spielräume für Unvorhergesehenes, Risiken und Baukostensteigerungen eingeplant. Die Verwaltung empfiehlt deshalb den politischen Gremien, schon zum Start eines Bauprojekts zusätzlich zum eigentlichen Budget Verteuerungszuschläge zu beschließen.


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Neue Lösungen für Projektvergabe prüfen

Auch das Projekt Beethovenhalle hat unter dem Mangel an Fachkräften in der Baubranche zu leiden, der sich seit Planungsbeginn deutlich verschärft hat. Das Resultat: Auf etliche Ausschreibungen gab es gar keine Angebote oder sie lagen sehr weit über den Kostenschätzungen. Um Planbarkeit und Kostentreue zu erhöhen, sollen bei Bauprojekten, die mit mehr als 25 Mio Euro veranschlagt sind, künftig zum Beispiel alternative Beschaffungsmethoden geprüft werden. Dazu gehören die Beauftragung von Generalplanern, -unternehmern oder –übernehmern und auch ÖPP-Modelle. Auch hierfür ist nach Ansicht der Verwaltung eine ausgiebige Vorbereitung der Planung und die Schaffung eines Bauherrenteams nötig, was allerdings zusätzliche Kosten verursachen würde.

Wie schon berichtet, ist die Verwaltung in engem Austausch mit den Geschäftsführungen von Projektsteuerer und Objektplaner, um immer wieder die Leistungsdefizite aus Sicht der Bauherrin Stadt nachdrücklich anzusprechen. Beide haben Verstärkung ihrer Teams und ihrer Präsenz zugesagt.

Verbindliche Kostenprognose vor der Sommerpause

Um die entstandenen Verzögerungen teilweise aufzuholen und Kosten zu reduzieren, strebt die Verwaltung an, jene Firmen wieder in das Projekt zurückzuholen, die gekündigt haben. Gleichzeitig gehen die Arbeiten auf der Baustelle weiter. Der Schwerpunkt liegt auf der Fertigstellung von Dach und Fassade. Im Sommer soll unter anderem damit begonnen werden, das Dach mit Kupfer zu decken.

Bereinigt und aktualisiert wird derzeit auch intensiv der Terminplan als zentralem Steuerungsinstrument. Nach heutigem Stand geht der Objektplaner von einer Fertigstellung im Mai 2021 aus.

Wie sich die Kosten entwickeln, ist derzeit noch offen. Die Kostenprognose ist inzwischen allerdings um 30,82 Mio Euro netto gestiegen, Ursachen sind im Wesentlichen bauliche Nachträge und notwendige Zusatzleistungen. Die derzeitige Kostenprognose liegt damit bei 117,4 Mio netto. Die Risiken in der Berechnung werden mit 15,2 Mio Euro beziffert.

„Ich gehe davon aus, dass wir bis zur Sommerpause eine verbindliche Prognose vorlegen können, in die die jetzt noch unbekannten Variablen einbezogen sind“, so Oberbürgermeister Sridharan.

 

Pressemitteilung © Bundesstadt Bonn
Bild © G.Scheidgen 2018

Blitzer © pixabay / manfredrichter

Achtung Blitzer vom 13. bis 17. Mai

Montag, 13.05.2019: in Bad Godesberg auf der Zanderstraße und der Deutschherrenstraße, in Bonn-Beuel auf der Oberkasseler Straße sowie in Bornheim-Sechtem auf der Bahnhofstraße;

Dienstag, 14.05.2019: in Königswinter auf der Oelinghovener Straße und auf der L 268, in Bornheim-Sechtem auf der Bahnhofstraße und in Bonn-Pützchen auf der Pützchens Chaussee;

Mittwoch, 15.05.2019: in Königswinter auf der Dollendorfer Straße, in Bonn-Beuel auf der Maarstraße, in Bad Godesberg auf der Deutschherrenstraße und in Bonn-Ippendorf auf der Spreestraße;

Donnerstag, 16.05.2019: in Bad Godesberg auf der Winterstraße, in Bonn-Vilich auf der L 16/Niederkasseler Straße, in Bad Honnef auf der Lohfelder Straße und in Lengsdorf auf dem Ippendorfer Weg;

Freitag, 17.05.2019: in Bornheim auf dem Fußkreuzweg, in Endenich auf der Röckumstraße, in Königswinter auf der L 268 und in Bornheim-Sechtem auf der Bahnhofstraße.

Darüber hinaus muss mit kurzfristigen Kontrollen im gesamten Kreis-/ Stadtgebiet gerechnet werden.

Bildrechte pixabay / manfredrichter

Demo © pixabay / janjf93

Demo am Freitag, 10. Mai

Am kommenden Freitag, 10.05.2019, findet eine Demonstration unter dem Thema „Ja zur Befreiung Afrins – Nein zur Mauer“ in der Bonner Innenstadt statt.
Der Anmelder erwartet etwa 200 Teilnehmer, die sich ab 17.00 Uhr am Münsterplatz treffen.

Der Versammlungsaufzug bewegt sich anschließend auf folgendem Weg durch die Stadt:
Windeckstraße, Bottlerplatz, Vivatsgasse, Friedensplatz, Friedrichstraße, Wenzelgasse, Markt, Remigiusstraße, Münsterplatz.

Die Veranstaltung endet bis 20.00 Uhr mit einer Abschlusskundgebung am Münsterplatz.

Es kann zu kurzzeitigen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

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