der kleine Hamster © Carl Auer Verlag

Buchrezension „Der kleine Hamster will nicht hamstern“

Vom Wert des Teilens

Ein schön gestaltetes neues Bilderbuch aus dem Carl Auer Verlag zeigt Kindern auf spielerische Weise, wie wichtig es ist, zu teilen. „Hamster müssen hamstern, sonst sind es keine Hamster!“ Das muss sich der kleine Hamster tagtäglich von seinem Vater anhören. Unermüdlich ziehen die beiden los, um Früchte, Nüsse und Körner zu sammeln. Diese horten sie in ihrer Vorratskammer, um gut über den Winter zu kommen, wenn sie zwischendurch hungrig aus dem Winterschlaf erwachen. Doch die anderen Tiere sind von ihrem Eifer nicht sonderlich erfreut, bleibt doch kaum noch ein Krümel für sie übrig. Der kleine Hamster hat Mitleid mit ihnen und gibt ihnen etwas vom gesammelten Überfluss ab. Das freut den großen Hamster ganz und gar nicht. Er möchte lieber alles Futter selbst behalten, denn sicher ist sicher! Aber auch er muss einsehen, dass es sinnlos ist, sich im Übermaß die Backen vollzustopfen, statt zu teilen. Denn am Ende haben die beiden ein großes Problem, bei dem sie ohne die Hilfe der anderen Tiere nicht zurechtkommen würden. – Und diese helfen ihnen gern, weil der kleine Hamster soziales Handeln bewiesen hatte.
Das Buch ist schön bebildert und kommt humorvoll ganz ohne erhobenen Zeigefinger daher. „Der kleine Hamster will nicht hamstern“ ist nicht nur eine schöne Lektüre für Kinder ab 3 Jahren, sondern würde sicherlich auch einigen Erwachsenen guttun, um zu lernen, dass gegenseitige Hilfe bei Pandemien zielführender ist als egoistische Alleingänge beim Nudel- und Klopapierkauf…

Anne Hassel, Eva Künzel: Der kleine Hamster will nicht hamstern,
Carl Auer Kids, Juni 2020, Hardcover 38 Seiten,
978-3-96843-012-6, 19,95 EUR

Mona Grosche für das Stadtmagazin Hallo Bonn!

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