Symbolbild zum Artikel "„Alle-mal-malen-Mann" Jan Loh bekommt eine eigene Straße in Bonn"
Jan Loh und Günther Weisenborn wurden in die Bonner Straßenbenennungslisteaudfgenommen

„Alle-mal-malen-Mann“ Jan Loh in Bonner Straßenbenennungsliste aufgenommen

Der Rat der Stadt Bonn hat zwei Namen in die Straßenbenennungsliste aufgenommen

Die Namen Jan Loh und Günther Weisenborn werden in die Benennungsliste für die städtischen Straßen, Wege und Plätze aufgenommen. Das hat der Rat der Stadt Bonn am Dienstag, 14. Mai 2019, beschlossen.

Günther Weisenborn war Pazifist, Autor, Schauspieler und Widerstandskämpfer der „Roten Kapelle“. Er studierte einige Zeit in Bonn und war als Autor und Schauspieler an der Schauspielbühne Bad Godesberg und am Stadttheater Bonn tätig. Sein Antikriegsstück „U-Boot S4“ löste 1929 bei der Uraufführung an der Volksbühne in Berlin einen Theaterskandal aus. Weisenborn arbeitete und schrieb unter anderem mit Bertolt Brecht und Richard Huelsenbeck und spielte auch nach dem Krieg eine wichtige Rolle im geistigen und kulturellen Leben der frühen Bundesrepublik. Weisenborn starb am 26. März 1969. Anlässlich seines 50. Todestages wird sein Name in die Straßenbenennungsliste aufgenommen.

Auch Jan Loh, der als „Alle-mal-malen-Mann“ bekannt war, wird in die Straßenbenennungsliste aufgenommen. Loh, der mit bürgerlichem Namen Ferdinand Johannes Gödde hieß, gehört zu den „Bonner Originalen“, die einen hohen Bekanntheitsgrad in der Bonner Stadtgesellschaft erlangt haben. Unter seinem selbst gewählten Namen Jan Loh besuchte er allabendlich Bonner Cafés und Kneipen, wo er die Gäste skizzierte oder ihre Handschriften und Träume deutete. Meist sprach er die Leute mit dem Satz „Alle mal malen hier?“ an, was zu seinem Spitznamen führte.

Text © Pressemitteilung Bundesstadt Bonn
Bild © G. Scheidgen

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